Sonntag, 28. Oktober 2007

Erste Erfahrungen in San Francisco

So, mal wieder ein kleines Update aus dem sonnigen Kalifornien. Zu aller erst zwei wichtige Regeln, welche man hier als Praktikant befolgen sollte. Erstens: „Don’t be gentle it’s a rental“ und zweitens „Frag dich nie was dieser Leihwagen für einen Sprit benötigt, sondern tank einfach das billigste“ :-). Diese Woche hatte ich einen Gesundheitsflash, ich wollte was Frisches und Natürliches essen. Also munter zum Supermarkt, Obstabteilung, hmm was nehme ich denn, oh ja ne fette Wassermelone, wiegen, Zettel draufpappen, zur Kasse schlendern, dabei mal kurz auf den Zettel schauen, 21 $ !!!!, Sandwich für 3 $ gekauft :-). Ach ja, es gibt hier Hamburger in der Dose.
Sonst war ich diese Woche öfters mal in SanFran (Frisco sagen nur die Touris ;-) ) und habe mir die Stadt das erste mal so richtig angeschaut. Vorsicht, jetzt werde ich ins schwärmen geraten; ich kann nur sagen, echt genial. In Downtown findet man typische amerikanische Hochhäuser, doch dahinter diese vielen kleinen Häuser im viktorianischen Baustiel, durch welche die Stadt nicht so protzig und überfüllt wie andere Großstädte wirkt. Stattdessen entwickelt sich eine ganz eigene Atmosphäre, welche eine große Gelassenheit und Gemütlichkeit ausstrahlt. Die Einwohner wirken sehr locker & entspannt, an vielen Ecken gibt es Livemusik, immer eine leichte Briese vom Meer und dazu noch die vielen Hügel über die sich die Stadt erstreckt; mischt man all diese Zutaten zusammen kommt eine wirklich bezaubernde Stadt mir ihrem ganz eigen Flair und Charakter heraus. Und um das alles noch zu verstärken, der für San Francisco so typische Nebel, welcher sich in den frühen Morgenstunden langsam vom Land, über die Hügel hinweg, zum Wasser zurückzieht (klingt jetzt zwar ein bisschen übertrieben, aber wer schon mal hier war wird mir recht geben).


Zurück zu den Hügeln; zu aller erst ist man hier wirklich froh Automatik zu haben, ich bin mir sicher bei Handschaltung hätte die Kupplung sehr gelitten da es so unglaublich steil ist, jedoch war dies leider nicht die einzige Lektion. Gestern war klein Schnubbi alleine in San Francisco unterwegs und hat sein Auto brav an einem der berüchtigten Berge abgestellt. Ich steige also aus und schlendere gerade von meinem Auto weg. Plötzlich höre ich hinter mir „wiuwiuwiuwiuwiuwiu“. Richtig, die Polizei oder besser gesagt das SFPD. Die wollen nichts von dir; das ist nur zufall; „Excuse me sir“; verdammt!; ich drehe mich um und da kommt auch schon ein Polizist - nein besser – ein Cop auf mich zu. Natürlich habe ich Glück, es ist kein donut-fressender-schwabelbauch-simpsons-cop, sondern eher eine stirb-langsam-&-van-diesel-glatzkopfen-cop. Irgendwie musste ich dann an den passenden Scatch vom Michael Mittermeier denken und hatte die Hosen ziemlich gestrichen voll. Zum Glück konnte ich ihn davon überzeugen, dass ich noch nicht wusste, dass man in San Francisco immer wenn man am Hügel parkt seine Reifen voll einschlagen muss (falls Auto zu rollen anfängt bleibt es gleich am Gehsteig hängen). Ebenso darf man ab einer bestimmten Steigung nur noch schräg zum Berg parken. Die Tatsache, dass ich ein dummer Deutscher weit weg von zuhause bin hat mich davor bewahrt eine saftige Strafe (500-1000 $) zu kassieren, stattdessen habe ich nur eine mündliche Belehrung erhalten. Neben den typischen Touristenaktivitäten, war ich Samstagabend noch in einem der 380! verschiedenen Clubs auf einer der 380! verschiedenen Halloween Parties. War ein relativ kleiner, aber sehr cooler Club, hier durfte ich auch lernen wie es wirklich aussieht wenn Leute auf HipHop abgehen und sie auch noch dazu tanzen können, einfach nur der Hammer!

Für alle Jungs (& Claudi) noch ne Info, bin letzte Woche noch kurz nen Mustang gefahren, ganz einfach: 4,0 l + 220 PS + Heckantrieb + rental! = Spaß. An dieser Stelle muss ich noch etwas beichten, ich freue mich jedesmal wenn eines dieser geilen amerikanischen Feuerwehrautos mit Sierene und Blaulicht an mir vorbei fährt, die sind so geil. Jedoch haben die ja nicht ohne Grund einen Einsatz…

9 Kommentare:

Andrea hat gesagt…

Schon gut, wenn man Deutscher ist... Das hat Schmachti auch letztens vor einer saftigen Geldstrafe bewahrt, als er verbotenerweise einen U-Turn machte und dabei von einem Polizisten beobachtet wurde.
Ist in den USA wirklich so, dass Fast Food das Billigste ist?? Da kann ich mich dann ja schon mal freuen...

Unknown hat gesagt…

also, zur Information... in der Dose ist definitiv nicht der komplette Hamburger, sondern nur das Fleisch dazu :p
Der Rest hört sich doch schön abenteuerlich an, ich erwarte mindestens doppelt soviele Fotos wie Max an einem Abend macht *gg*

Markus hat gesagt…

Ok das nächste mal kauf ich mir so ne Dose, und dann schauen wir mal was da alles drin ist.
Doppelt so viele Fotos wie Max an einem Abend, verdammt das sind ja dann 2000 :-)

Lichti hat gesagt…

Ich wollte eigentlich mehr kommentieren aber nach dem ich den Mustang gesehen habe, weiss ich nicht mehr was du davor geschrieben hast.
Ich sage nur:
NEID ;)

Anonym hat gesagt…

Hey Markus,
wie war denn das Erdbeben? Hab gehört, dass es eins mit der Stärke 6,5 gegeben hat.
Hast du davon etwas mitbekommen?

Markus hat gesagt…

Hi Knacky,

na du bist aber gut informiert :-) Jepp es gab eins und das Haus hat schon ziemlich gewagelt und Geräusche gemacht, bis ich aber gecheckt hatte was es war hat es ziemlich gedauert ;-)
War aber faszinierend (niemand wurde verletzt), aber ein Teil der amerikanischen Medienlandschaft und ihre Berichterstattung.... werde dazu bald was schreiben

Ciao

Anonym hat gesagt…

Ich find gut, dass der Hamburger SPAM heisst, auch wenn nicht der ganze drin ist...=)

Unknown hat gesagt…

um nochmal spam zu kommentieren:
daher kommt der begriff für die Werbeflut der eMails - als diese Dosen auf den Markt kamen wurde vom Hersteller soviel Werbung gemacht, das es nervig war... und schon war der Name geboren :p

Nena hat gesagt…

ich hab hier neulich auch diese spam-dosen im supermarkt entdeckt... hier gab es allerdings keine hamburger, sondern eklige englische sachen...