Donnerstag, 27. Dezember 2007
Weihnachten unter Palmen
Ich hab doch noch etwas Zeit gefunden um ein kurzes, eher stenohaftes, Update zu schreiben. Am Freitag vor Weihnachten hat sich erneut, der nicht nach Deutschland geflüchtete Teil, der berüchtigten Road-Trip-Gruppe auf den Weg in den Süden Kalifornierens gemacht um auch die letzte weihnachtliche Stimmung mit geballten Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen zu bekämpfen.
Erstes Ziel: Zoo von San Diego, welcher - wie man munkelt - der schönste der Welt sein soll. Unser Fazit: Wirklich wunderschön angelegt, sozusagen Botanischer Garten und Zoo zum Preis von einem, und Tiere die man zumindest in bayrischen Zoos nicht sieht (Koalas, Pandabären, Jaguar….). Jedoch sind die Gehege echt erschrecken klein, also in dieser Kategorie kann selbst der Nürnberger Zoo mehr. Schön war es troztdem, bis auf eine Sache die mich wirklich auf die Palme gebracht hat: Man kann den Zoo ohne große Probleme innerhalb von 5 Stunden komplett zu Fuß erkunden. Doch das hält die Amis nicht davon ab Buse anzubieten, die direkt an jedes Gehege ranfahren und per Lautsprecher verkünden was dort drin ist. Und ehrlich Elektrobusse wären ja auch übertrieben, so gute Ottomotoren die eine leichten Benzingeruch in die Luft zaubern und im 5 Minuten-Takt vorbeirattern passen auch einfach zu gut in einen Zoo. Naja, ansonsten ist San Diego aber eine wirklich super schöne Stadt, viele kleine Cafes, auch mal ältere Häuschen, Palmen, Yachthafen und kurze Hosen Wetter mittem im „Winter“. Neben chillen & Lagerfeuer am Strand und Sightseeing in der Stadt, war noch eine kleine Bike Tour zu Seelöwen angesagt. Für einen Tag haben wir es auch noch gewagt aus der USA nach Mexiko auszureisen, und das obwohl wir nur ein Visa haben --- boah! In Mexiko haben wir einen Strandort angesteuert, welcher im Sommer so etwa den Ballermann der USA darstellt, da jedoch keine Saison ist war nicht viel los. Somit gab es Quad-Fahrern für die Männer und Pferdereiten am Strand für die Mädels quasi gratis. Dann frei nach dem Motto „Je versiffter der mexikanischer Imbiss aussieht desto besser ist das Essen“ leckeres Futter besorgt. Noch 5 $ für „Open Bar“, welche wir jedoch nicht exzessiv ausnutzen, da am nächsten Tag die Einreise in die USA anstand, investiert. Einreise ging zum Glück relativ schnell, ist aber echt witzig USA –> Mexiko: nichts, gar kein Zoll, nicht mal sowas wie ne Grenze und zurück natürlich das ganze Programm! Gut dann klassisches deutsches Weihnachtsessen in einem mexikanischen Restaurant und wieder heim. Auf der Heimfahrt hatten wir auf dem Freeway noch einen richtigen Sturm und endlich ist es passiert, ich hab das gesehen! Endlich das Erlebniss auf welches ich schon 3 Monate warte; jetzt kann ich heimkommen und sagen ich habe alles gesehen: Mitten auf dem Highway wurde so ein Stereotypen-Westernfilm-Busch über die Straße geweht :-)


Freitag, 21. Dezember 2007
Frohe Weihnachten
Da ich nicht genau weiß wann ich wieder zum schreiben komm....
Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich hoffe ihr könnt - egal wo und mit wem - ein paar schöne und entspannende Tage verbringen

P.S. leider hab ich so etwas übertriebenes nicht gefunden, daher ist das Bild geklaut .....
Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich hoffe ihr könnt - egal wo und mit wem - ein paar schöne und entspannende Tage verbringen

P.S. leider hab ich so etwas übertriebenes nicht gefunden, daher ist das Bild geklaut .....
Dienstag, 18. Dezember 2007
Kopfschmerzen und Siemenskratie
Mal wieder ein kleines Update. Letztes Wochenende war es relativ ruhig. Ich war nur am Samstag Abend in einen Club in San Francisco unterwegs und habe mal wieder richtig schön gefeiert. Leider hat mir am nächsten Tag mein ganzer Körper und vorallem mein Kopf zu verstehen gegeben, dass vorherige Abstinenz mit einem feuchtfröhlichen Abend nicht wirklich gut harmonieren. Trotzdem wurden am nächsten Tag, noch einige typische Touristenaktivitäten in San Francisco abgehakt. Unter anderem war ich auf einem Aussichtspunkt und am berühmten Pier 39, an welchen die Seelöwen in der Sonne braten und Touristen amüsieren. An Weihnachten werde ich mich mit den üblichen Verdächtigen auf den Weg nach Süd Kalifornien machen, um mir dort San Diego anzuschauen und einen kurzen Trip nach Mexiko zu starten. Danach bekomme ich endlich den lang ersehnten Besuch aus Deutschland (Vivien, Eibi, Claudi), daher kann es wohl etwas dauern bis der nächsten Eintrag folgt, da einige wirklich lange Roadtrips geplant sind.
Aus aktuellem Anlass möchte ich noch folgendes Erlebniss mit euch teilen. Ich weiß nicht ob es jeden interessiert, aber die anderen BM051er werden bestimmt drüber lachen können. Außerdem möchte ich noch klarstellen, dass Siemens wirklich viele Vorzüge hat, aber die folgende Situation ist einfach typisch für einen Großkonzern….
Eine kleiner Praktikant Namens Markus wollte ein bißchen was im Intranet umstellen, dafür braucht er jedoch einen Zugang zur Software für das Intranet Design) und um diesen zu bekommen, muss er erst eine Schulung machen. Damit er die Schulung aber machen kann, muss er als Praktikant in den USA gelistet sein, dann ist es umsonst. Markus steht aber auf der deutschen Gehaltsrolle, daher hätte das 1000 $ kosten sollen. Zum Glück waren nur 12 Mails an 4 verschiedene Personen nötig um das zu klären. So nun hatte er seine Schulung und wollte den Zugang zum Intranet beantragen, reine Formsache, sagte man ihm. Leider steht Markus jedoch im Siemens Adressbuch als Angestellter von Siemens Professional Education drin, daher darf er, obwohl die Leute wissen dass er in Concord ist da er von dort angerufen hat, keinen Zugang für das Siemens Intranet bekommen. Nach lächerlichen 16 Mails an 5 Personen war dieses Problem auch geklärt. "Ach Herr Ries hat Ihnen niemand gesagt dass Sie auch Zugang zu der anderen Plattform benötigen um mit dem Intranet zu arbeiten?". Installieren sie doch einfach die Software XY, damit klappt es sofort. 10 Mails später haben mir die zuständigen Personen dann geglaubt, dass es die Software hier nicht gibt und nicht nur ich zu dumm bin. Am Rande: Heute kam ein Update für alle Rechner hier in Concord wo genau diese Software installiert wurde, Zufall? Nun nachdem ich die Software habe, brauch ich nur noch Schreibrechte für die entsprechenden Ordner. Dieses mal hat der Sachbearbeiter leider bemerkt, dass ich weder in den USA gelistet bin, noch bei MED, sondern bei Siemens Professional Education, eingetragen bin. Ganz gefährlich! Trotzdem haben dieses Mal 3 Mails an nur eine Person genügt. Und nun nach insgesamt 41 Mails und 3 Wochen hatte ich alle Rechte die brauche um meine Arbeit zu beginnen. Aber Fleiß wird ja belohnt, daher habe ich jetzt auch Administratorrechte für das gesamte Intranet der Onkologie-Abteilung (800 Mitarbeiter), war bestimmt gewollt. Und was meint ihr, einfach mal kurz ne Mail schreiben, kann man doch sicher leicht umstellen :-)
Aus aktuellem Anlass möchte ich noch folgendes Erlebniss mit euch teilen. Ich weiß nicht ob es jeden interessiert, aber die anderen BM051er werden bestimmt drüber lachen können. Außerdem möchte ich noch klarstellen, dass Siemens wirklich viele Vorzüge hat, aber die folgende Situation ist einfach typisch für einen Großkonzern….
Eine kleiner Praktikant Namens Markus wollte ein bißchen was im Intranet umstellen, dafür braucht er jedoch einen Zugang zur Software für das Intranet Design) und um diesen zu bekommen, muss er erst eine Schulung machen. Damit er die Schulung aber machen kann, muss er als Praktikant in den USA gelistet sein, dann ist es umsonst. Markus steht aber auf der deutschen Gehaltsrolle, daher hätte das 1000 $ kosten sollen. Zum Glück waren nur 12 Mails an 4 verschiedene Personen nötig um das zu klären. So nun hatte er seine Schulung und wollte den Zugang zum Intranet beantragen, reine Formsache, sagte man ihm. Leider steht Markus jedoch im Siemens Adressbuch als Angestellter von Siemens Professional Education drin, daher darf er, obwohl die Leute wissen dass er in Concord ist da er von dort angerufen hat, keinen Zugang für das Siemens Intranet bekommen. Nach lächerlichen 16 Mails an 5 Personen war dieses Problem auch geklärt. "Ach Herr Ries hat Ihnen niemand gesagt dass Sie auch Zugang zu der anderen Plattform benötigen um mit dem Intranet zu arbeiten?". Installieren sie doch einfach die Software XY, damit klappt es sofort. 10 Mails später haben mir die zuständigen Personen dann geglaubt, dass es die Software hier nicht gibt und nicht nur ich zu dumm bin. Am Rande: Heute kam ein Update für alle Rechner hier in Concord wo genau diese Software installiert wurde, Zufall? Nun nachdem ich die Software habe, brauch ich nur noch Schreibrechte für die entsprechenden Ordner. Dieses mal hat der Sachbearbeiter leider bemerkt, dass ich weder in den USA gelistet bin, noch bei MED, sondern bei Siemens Professional Education, eingetragen bin. Ganz gefährlich! Trotzdem haben dieses Mal 3 Mails an nur eine Person genügt. Und nun nach insgesamt 41 Mails und 3 Wochen hatte ich alle Rechte die brauche um meine Arbeit zu beginnen. Aber Fleiß wird ja belohnt, daher habe ich jetzt auch Administratorrechte für das gesamte Intranet der Onkologie-Abteilung (800 Mitarbeiter), war bestimmt gewollt. Und was meint ihr, einfach mal kurz ne Mail schreiben, kann man doch sicher leicht umstellen :-)
Dienstag, 11. Dezember 2007
Magentropfen und Waschbären
Die Wochenenden
Warum hat das dieses mal so lange gedauert bis der Kerl sich meldet? Leider sind mir keine Ausreden eingefallen, daher muss ich es wohl oder übel zugeben: Ja ich habe ein Wochenende keinen Roadtrip gemacht! Schuldig im Sinne der Anklage…. dafür sind jetzt auch alle Wochenenden bis zu meiner Heimfahrt schon verplant ;-) Gut zu dem Chill-Wochenende. Am Freitagabend in San Francisco im Kino gewesen und Samstagabends zur Siemens Weihnachtsfeier. War eigentlich ganz nett: Wirklich gutes Essen (italienisch, kubanisch, chinesisch, japanisch und indisch), Cocktail-Tische, viele Leute mit Tabletts voller Häppchen die um einen herumgeschwänzelt sind, witzige Gruppenspielchen und Casino Games – man ich hatte so ein Glück, wäre ich nur in Las Vegas gewesen…..
Letztes Wochenende waren wir dann im Six Flags Magic Mountain. Zur Info: Six Flags ist eine amerikanische Freizeitparkkette und Magic Mountain ist der größte Six Flags der USA, und damit auch gleichzeitig der weltgrößte Rollercoasterpark. Da musste ich natürlich hin! Kurz zur Orientierung, nehmt die größte Achterbahn, welche es in deutschen Freizeitparks gibt (z.B. Silverstar im Europapark): dort findet man gleich mal 14 davon. Es gibt alle Arten: normal sitzend, sitzend ohne Wagen unter sich,
liegend (wie Superman) ohne Wagen unter sich, stehend, vorwärts, rückwärts….. Einfach super! Am Samstag ging es ganz früh los, geschmeidige 330 Meilen und schon waren die 4 tapferen Krieger bei ihrem G-Kräfte-Training angekommen. Alles war perfekt: Die Sonne hat geschienen, der Park war total leer (kein Anstehen!) und Aspirin gegen Rollercoaster-Kopfweh dabei. Also los geht’s:
Top fit lässt Markus Ries das Kassenhäuschen hinter sich, gekonnt durch die Sicherheitskontrollen und, dank seiner Erfahrung, schlängelt er sich zielsicher durch die verwundenen Wege direkt zur ersten Achterbahn. Und da ist er auch schon durch die Warteschlangen hindurchgeflitzt und sitzt in der Achterbahn. Oh sehr schön in den ersten Looping, gekonnt durch den Korkenzieher und da ist er auch schon wieder aus der Bahn draußen - und man glaubt es kaum – direkt auf dem Weg zum nächsten Rollercoaster. Unglaublich! Wunderbar, wie er die leeren Anstehschlangen gerade so durchquert, als wären sie nicht da, und da ist er auch schon im Wagen, sehr schön in die Kurve, hoch, runter, hier spielt er all seine Abgeklärtheit aus, und ist auch schon wieder am Ausgang des Fahrgeschäftes. Gleich weiter zum nächsten Fahrgeschäft, geschmeidig in den Wagen und ab in die erste Kurve. Nun kommt ein gefährlicher Augenblick, doch ja er bewältigt auch die rückwärts fahrende Achterbahn ohne Problem. Doch was ist das? ohhhhhhhhhhhh nein er bricht ein, das sieht gar nicht gut aus, der Rückwärtslooping hat ihm schwer zugesetzt. Das müssen wir uns noch mal in der Zeitlupe anschauen: weiter, noch ein bisschen weiter, ahh genau hier bei 123,78 ° im Rückwärtslooping ist der Magen in die Füße gerutscht. Oh das sieht gar nicht gut aus, akute Übelkeit ………
Mein Gott, das Ding hat mich echt aus der Bahn geschmissen (man beachte das Wortspiel). Bin trotzdem alles gefahren, aber Eines hab ich gelernt. Das nächste Mal nicht nur Aspirin mitnehmen, sondern auch Magentropfen. Irgendwie hat mich der Tag echt fertiger gemacht als die Tour in den Grand Canyon :-). Dessen ungeachtet war der Tag einfach genial, auch wenn ich mir sicher bin, dass ich einen halben Liter Flüssigkeit durch Tränen im Fahrtwind verloren habe.
Das einzige was man kritisieren muss: Bei unseren Freizeitparks hat jede Achterbahn ein Thema und die gesamte Umgebung wird sehr liebevoll und detailliert nach diesem Thema gestaltet. Hier in USA ist es eher Achterbahn auf alten Parkplatz, 2 Bäume pflanzen und das war’s. Daher fehlt so ein bisschen das Freizeitparkfeeling, aber man kann nun mal nicht alles haben. Dann Richtung San Francisco aufgebrochen, in den Bergen meinen ersten Schnee dieser Saison gesehen, in einem Motel übernachtet und im Laufe des Sonntags nach Hause gekommen.
So was ist mir sonst noch passiert ist
- Eines Abends war ich ne Runde biken. Also raus aus der Vorstadt, in die „open space“ und auf den erstbesten Weg. Prompt steht da so ein lächerliches Schild „Zum Schutz der Allgemeinheit sind Mountainbikes auf Wegen schmaler als 8 inches verboten,“, aber genau da macht das doch Spaß und hier draußen gibt es keine Allgemeinheit! Also egal, schön los auf den Weg, um die erste Kurve rum.Verdammt: Pick Up samt Ranger genau vor mir. „Es ist verboten auf solch kleinen Wegen zu fahren“. „Oh das wusste ich nicht, das tut mir jetzt aber leid“. „Sie haben doch gerade an einem Schild angehalten, genau dieses Verbot gelesen und sind weitergefahren“. Oh no, der hat mich gesehen „ach Sie meinen DAS Schild, ach wissen Sie ich bin aus Deutschland, kein Gefühl für Inches, blablbalab Amerika toll, balballaba so tolle Natur hier blablbalablbl“. Schließlich hat er sich breitschlagen lassen und nur meinen Namen notiert, nächstes Mal darf ich 150 $ blechen. TOLL! Naja, dann also auf breiten Wegen weitergefahren und da höre ich in der Nähe Schüsse. Oh hier gibt es wohl Jäger, Moment! du bist in Amerika da hat jeder Idiot ne Waffe, also lieber zurück zum Ort. Natürlich hatte ich völlig Unrecht, es war kein Idiot der da rumgeschossen hat. Nein, es war ein sehr verantwortungsbewusster junger Mann, der in seinem Hintergarten wild fluchend auf Waschbären geballert hat! Kurz zu Waschbären, wisst ihr warum die so heißen! Ich wusste es nicht, im Nachhinein ist es zwar logisch aber ich finde es toll: Nehmen wir mal ihr habt einen Apfelbaum und einen Teich im Garten. Der Waschbär würde auf den Baum klettern, den Apfel runterschmeißen, den Apfel und seine Pfoten im Teich waschen und dann wird gegessen. Auf jeden Fall sind diese niedlichen (die sind so putzig) und sehr intelligenten Tiere, hier eine große Plage und deswegen ist der nette junge Mann wohl so ausgeflippt. Fairnesshalber muss ich jedoch zugeben, dass das meine erste Erfahrung mit Waffen in Kalifornien war. Außerdem haben fast alle Leute, mit denen ich bisher gesprochen habe, nicht mal ne eigene Waffe. Anderseits soll Kalifornien da auch eine Ausnahme sein.
- Falls ihr in USA mal viel Spaß haben wollt, dann geht zur Weihnachtszeit in einen Supermarkt und fragt die Verkäufer ob sie einen Adventskalender haben. Dann kann es euch schon mal passieren, dass man, nach der Erklärung was ein Adventskalender ist, sehr sehr dumm angeschaut wird. Jedoch wollen die Verkäufer hilfsbereit sein, also erklärt man die Geschichte dann 3 mal und am Schluss schauen einen 3 Verkäufer dumm an :-) Ich hasse amerikanische Banken. Hab nach 2 Monaten endlich meinen Mietausgleichscheck bekommen. Bin dann zur Bank gegangen und dann „Sie sind Ausländer und haben das Konto noch nicht so lange, daher ist das Geld erstmal 1 Woche gesperrt!“ Arggg.
- Zu guter Letzt muss ich euch etwas gestehen. Ich habe lange mit mir gerungen ob ich es euch erzählen soll, stundenlang überlegt, das Für und Wider abgewogen, Rat bei anderen Leuten gesucht, in der Bibel nachgelesen und bin schließlich zu dem Schluß gekommen dass ihr ein Recht auf eine unzensiert Berichterstattung habt. Daher: „Ja es stimmt, ich musste letzte Woche an drei aufeinander folgenden Tagen in der Früh kratzen“

Warum hat das dieses mal so lange gedauert bis der Kerl sich meldet? Leider sind mir keine Ausreden eingefallen, daher muss ich es wohl oder übel zugeben: Ja ich habe ein Wochenende keinen Roadtrip gemacht! Schuldig im Sinne der Anklage…. dafür sind jetzt auch alle Wochenenden bis zu meiner Heimfahrt schon verplant ;-) Gut zu dem Chill-Wochenende. Am Freitagabend in San Francisco im Kino gewesen und Samstagabends zur Siemens Weihnachtsfeier. War eigentlich ganz nett: Wirklich gutes Essen (italienisch, kubanisch, chinesisch, japanisch und indisch), Cocktail-Tische, viele Leute mit Tabletts voller Häppchen die um einen herumgeschwänzelt sind, witzige Gruppenspielchen und Casino Games – man ich hatte so ein Glück, wäre ich nur in Las Vegas gewesen…..
Letztes Wochenende waren wir dann im Six Flags Magic Mountain. Zur Info: Six Flags ist eine amerikanische Freizeitparkkette und Magic Mountain ist der größte Six Flags der USA, und damit auch gleichzeitig der weltgrößte Rollercoasterpark. Da musste ich natürlich hin! Kurz zur Orientierung, nehmt die größte Achterbahn, welche es in deutschen Freizeitparks gibt (z.B. Silverstar im Europapark): dort findet man gleich mal 14 davon. Es gibt alle Arten: normal sitzend, sitzend ohne Wagen unter sich,
liegend (wie Superman) ohne Wagen unter sich, stehend, vorwärts, rückwärts….. Einfach super! Am Samstag ging es ganz früh los, geschmeidige 330 Meilen und schon waren die 4 tapferen Krieger bei ihrem G-Kräfte-Training angekommen. Alles war perfekt: Die Sonne hat geschienen, der Park war total leer (kein Anstehen!) und Aspirin gegen Rollercoaster-Kopfweh dabei. Also los geht’s: Top fit lässt Markus Ries das Kassenhäuschen hinter sich, gekonnt durch die Sicherheitskontrollen und, dank seiner Erfahrung, schlängelt er sich zielsicher durch die verwundenen Wege direkt zur ersten Achterbahn. Und da ist er auch schon durch die Warteschlangen hindurchgeflitzt und sitzt in der Achterbahn. Oh sehr schön in den ersten Looping, gekonnt durch den Korkenzieher und da ist er auch schon wieder aus der Bahn draußen - und man glaubt es kaum – direkt auf dem Weg zum nächsten Rollercoaster. Unglaublich! Wunderbar, wie er die leeren Anstehschlangen gerade so durchquert, als wären sie nicht da, und da ist er auch schon im Wagen, sehr schön in die Kurve, hoch, runter, hier spielt er all seine Abgeklärtheit aus, und ist auch schon wieder am Ausgang des Fahrgeschäftes. Gleich weiter zum nächsten Fahrgeschäft, geschmeidig in den Wagen und ab in die erste Kurve. Nun kommt ein gefährlicher Augenblick, doch ja er bewältigt auch die rückwärts fahrende Achterbahn ohne Problem. Doch was ist das? ohhhhhhhhhhhh nein er bricht ein, das sieht gar nicht gut aus, der Rückwärtslooping hat ihm schwer zugesetzt. Das müssen wir uns noch mal in der Zeitlupe anschauen: weiter, noch ein bisschen weiter, ahh genau hier bei 123,78 ° im Rückwärtslooping ist der Magen in die Füße gerutscht. Oh das sieht gar nicht gut aus, akute Übelkeit ………
Mein Gott, das Ding hat mich echt aus der Bahn geschmissen (man beachte das Wortspiel). Bin trotzdem alles gefahren, aber Eines hab ich gelernt. Das nächste Mal nicht nur Aspirin mitnehmen, sondern auch Magentropfen. Irgendwie hat mich der Tag echt fertiger gemacht als die Tour in den Grand Canyon :-). Dessen ungeachtet war der Tag einfach genial, auch wenn ich mir sicher bin, dass ich einen halben Liter Flüssigkeit durch Tränen im Fahrtwind verloren habe.
Das einzige was man kritisieren muss: Bei unseren Freizeitparks hat jede Achterbahn ein Thema und die gesamte Umgebung wird sehr liebevoll und detailliert nach diesem Thema gestaltet. Hier in USA ist es eher Achterbahn auf alten Parkplatz, 2 Bäume pflanzen und das war’s. Daher fehlt so ein bisschen das Freizeitparkfeeling, aber man kann nun mal nicht alles haben. Dann Richtung San Francisco aufgebrochen, in den Bergen meinen ersten Schnee dieser Saison gesehen, in einem Motel übernachtet und im Laufe des Sonntags nach Hause gekommen. So was ist mir sonst noch passiert ist
- Eines Abends war ich ne Runde biken. Also raus aus der Vorstadt, in die „open space“ und auf den erstbesten Weg. Prompt steht da so ein lächerliches Schild „Zum Schutz der Allgemeinheit sind Mountainbikes auf Wegen schmaler als 8 inches verboten,“, aber genau da macht das doch Spaß und hier draußen gibt es keine Allgemeinheit! Also egal, schön los auf den Weg, um die erste Kurve rum.Verdammt: Pick Up samt Ranger genau vor mir. „Es ist verboten auf solch kleinen Wegen zu fahren“. „Oh das wusste ich nicht, das tut mir jetzt aber leid“. „Sie haben doch gerade an einem Schild angehalten, genau dieses Verbot gelesen und sind weitergefahren“. Oh no, der hat mich gesehen „ach Sie meinen DAS Schild, ach wissen Sie ich bin aus Deutschland, kein Gefühl für Inches, blablbalab Amerika toll, balballaba so tolle Natur hier blablbalablbl“. Schließlich hat er sich breitschlagen lassen und nur meinen Namen notiert, nächstes Mal darf ich 150 $ blechen. TOLL! Naja, dann also auf breiten Wegen weitergefahren und da höre ich in der Nähe Schüsse. Oh hier gibt es wohl Jäger, Moment! du bist in Amerika da hat jeder Idiot ne Waffe, also lieber zurück zum Ort. Natürlich hatte ich völlig Unrecht, es war kein Idiot der da rumgeschossen hat. Nein, es war ein sehr verantwortungsbewusster junger Mann, der in seinem Hintergarten wild fluchend auf Waschbären geballert hat! Kurz zu Waschbären, wisst ihr warum die so heißen! Ich wusste es nicht, im Nachhinein ist es zwar logisch aber ich finde es toll: Nehmen wir mal ihr habt einen Apfelbaum und einen Teich im Garten. Der Waschbär würde auf den Baum klettern, den Apfel runterschmeißen, den Apfel und seine Pfoten im Teich waschen und dann wird gegessen. Auf jeden Fall sind diese niedlichen (die sind so putzig) und sehr intelligenten Tiere, hier eine große Plage und deswegen ist der nette junge Mann wohl so ausgeflippt. Fairnesshalber muss ich jedoch zugeben, dass das meine erste Erfahrung mit Waffen in Kalifornien war. Außerdem haben fast alle Leute, mit denen ich bisher gesprochen habe, nicht mal ne eigene Waffe. Anderseits soll Kalifornien da auch eine Ausnahme sein.
- Falls ihr in USA mal viel Spaß haben wollt, dann geht zur Weihnachtszeit in einen Supermarkt und fragt die Verkäufer ob sie einen Adventskalender haben. Dann kann es euch schon mal passieren, dass man, nach der Erklärung was ein Adventskalender ist, sehr sehr dumm angeschaut wird. Jedoch wollen die Verkäufer hilfsbereit sein, also erklärt man die Geschichte dann 3 mal und am Schluss schauen einen 3 Verkäufer dumm an :-) Ich hasse amerikanische Banken. Hab nach 2 Monaten endlich meinen Mietausgleichscheck bekommen. Bin dann zur Bank gegangen und dann „Sie sind Ausländer und haben das Konto noch nicht so lange, daher ist das Geld erstmal 1 Woche gesperrt!“ Arggg.
- Zu guter Letzt muss ich euch etwas gestehen. Ich habe lange mit mir gerungen ob ich es euch erzählen soll, stundenlang überlegt, das Für und Wider abgewogen, Rat bei anderen Leuten gesucht, in der Bibel nachgelesen und bin schließlich zu dem Schluß gekommen dass ihr ein Recht auf eine unzensiert Berichterstattung habt. Daher: „Ja es stimmt, ich musste letzte Woche an drei aufeinander folgenden Tagen in der Früh kratzen“

Montag, 26. November 2007
Unendliche Weiten und Zäune
Letzten Donnerstag war Thanksgiving, das heißt Freitag frei und somit ein verlängertes Wochenende. Statt typisch amerikanisch nen schönen Turkey zu verdrücken, hat sich mal wieder eine Gruppe von 8 Leuten für einen Roadtrip zusammengefunden, das Ziel: Grand Canyon. Doch zuerst zu Thanksgiving & USA; nach Weihnachten die klare Nummer 2 auf der Feiertagsrangliste mit nur einem Ziel THE TURKEY. Dieser kann nach tausend verschiedene Arten, welche über Generationen hinweg von Mutter zu Tochter zu Fertigsoßenherstellerfirmen überliefert wurden, zubereitet werden. Momentan groß im kommen ist deep-fried turkey: „man nehme einen turkey, stecke ihn einfach komplett in die Friteuse, äußerst gesund und kalorienarm :-)“. Auch ganz wichtig: Herr Präsident schenkt immer 2 Truthähnen das Leben, welche dann auf der Thanksgivingparade in New York mitmarschieren dürfen. Natürlich alles völlig frei von Propaganda, ich finde es gut dass Herr Bush zwischen vielen Kinder (natürlich verschiedene Rassen) steht, den Truthahn streichelt und in die Kamera lächelt, das vermittelt einfach ein realistisches Bild dieses herzensguten Menschens. Solltet ihr ab jetzt nichts mehr von mir lesen, dann hängt das sicherlich nicht mit dieser Aussage und irgendwelchen Überwachungsnetzen in den USA zusammen!
Gut zurück zum Grand Canyon. Gestartet sind wir Mittwoch um 23:00 Uhr, zurück waren wir am Sonntag um 21:00 Uhr dazwischen lagen 2045,3 Meilen. Hört sich lange an, war es auch, Spaß hat es trotzdem gemacht. Aber der Reihe nach. Am Mittwoch los, und flugs nach nur 10 Stunden Fahrt waren wir auch schon in Las Vegas. Dort gemütlich gefrühstückt und schön den Strip entlanggelaufen. Die Stadt Vegas an sich ist viel kleiner als man erwartet, der Strip, die Straße an der alle Casinos zu finden sind, hält jedoch schon am Tag was er verspricht. Griechenland, Frankreich, Italien, Ägypten und Manhattan innerhalb von 1 Meile. Alles wirklich bis ins Detail nachgebaut., selbstverständlich in typisch amerikanischen Ausmaßen und relativ kitschig. Trotzdem beeindruckend und man sollte es sich nicht entgehen lassen, meiner Meinung nach reicht dafür aber wirklich ein Tag und eine Nacht, denn außer Casinos und Shows ist dort wirklich nichts! Gut Las Vegas hinter uns gelassen, auf dem Weg in einem kleinen Örtchen übernachtet und am nächsten Tag am Nordrand des Canyons angekommen. Das Ding ist echt unglaublich, so groß, weit, tief, verwinkelt, farbenreich und das tolle Spiel von Licht und Schatten zwischen dem Haupt- und den Seitencanyons. Echt super! Nach einigen Viewpoints wollten wir noch eine Wanderung am Canyon entlang unternehmen. Leider hat jedoch vor circa einer Woche hier ein Waldbrand gewütet, das Resultat war ein einfach beschissner Wanderweg, überall lag circa 20 cm Asche und teilweise hat auch noch etwas gekokelt. Natürlich nicht so schön zum wandern, außer man ist etwas pyromanisch veranlagt, dann wird der Wald nämlich ein riesen Spielplatz :-).
Dann weiter mit dem Auto zum Südrand, obwohl dieser nur 17 Meilen Luftlinie entfernt ist, muss man einen 170 Meilen Umweg fahren um ihn zu erreichen. Aber die Fahrt hatte es echt in sich: Vollmond, rötliches Gebirge und Sonnenuntergang harmonieren einfach zu gut zusammen. Nebenbei konnte man sich auch noch mit sinnlosen Kletterrein etwas austoben. Nochmals in der Nähe des Südrandes übernachtet und jetzt kommt der Knackpunkt falls man so dumm ist und mir die Planung anvertraut *böser hexenartiger Lacher der durch Mark und Bein geht*. Nächster Morgen 3:30, Wecker klingelt, ab ins Auto 1,5 Stunden fahren, schließlich will man zum Sonnenaufgang bei minus 8 Grad und sehr starken Wind am Canyon sein um danach einen schöne 25 km lange Wanderung mit 1200 Höhenmeter zum Grund des Canyons zu unternehmen. Und genau das kann ich jedem nur empfehlen, dieser Canyon ist schon am Rand sehr beeindruckend, doch seine ganze Pracht und Schönheit entfaltet er erst wenn man ein Stück hineinläuft und somit die waren Ausmaße erahnen kann. Der Trail an sich ist auch traumhaft, in vielen Serpentinen geht es durch immer anders farbigen Sand hinab Richtung Fluß, hinter jeder Ecke erwartet einen ein neuer grandioser Ausblick und man gerät einfach ins staunen wie ein Fluss so etwas Riesiges schaffen kann.
Um 16:00 Uhr waren wir dann schon wieder oben und machten uns auf den Heimweg. Samstagabends nochmals in einem Hotel übernachtet und Sonntags? Richtig! Auto gefahren, Meilen runtergerissen, Kilometer gefressen, Entfernungen überbrückt, Highways entlang gebügelt, Roads getript, getankt, Pinkelpausen gemacht und nach Hause gefahren; und das alles sogar auf einmal. Aber es hat sich gelohnt!
Noch so ein paar Erfahrungen am Rande
1.Angst schult die Sinne: 800 Meilen Heimfahrt, 10 mph über Speedlimit spart 2 Stunden Fahrtzeit, trotzdem Angst vor den Cops, die jedoch alle das exakt gleiche Auto haben
-->„Ne brems nicht die Rücklichter sind zu weit auseinander das ist kein Cop“
-->„Ne die Frontlichter sind zu hell für nen Cop“
-->„So ne Silhouette: vergiss es nie ein Cop“
2.Zaunverkäufer müsste man sein: An jedem verdammten Highway, Freeway und sonst irgendwie geteerten Weg gibt es am Rand einen Zaun. Auch wenn es 250 verdammte Meilen durch eine menschenleere, vertrocknete und absolut karge Wüste geht. Der Zaun begleitet einen immer. Sinn?
3.Zuhause ist da, wo man sich wohl fühlt: Egal wie weit man durch irgendeine Wüste, oder sonst was fährt, auch wenn der nächste Supermarkt Minimum 90 Meilen entfernt ist und es weder Vieh, Felder, Wasser noch sonst irgendwas gibt. Eines gibt es immer: einen Idioten der dort in seinem verdreckten Trailer wohnt.
4.Amis sind Marketing Genies: Folgende Werbung auf einem riesen Schild neben dem Highway „Sind sie hungrig, dann ab zu ….. dort gibt es die besten Burger weit und breit“. An sich keine schlechte Idee, man fährt schon lange, man ist hungrig oder hat einfach langweile; da kommt doch so ein Burger wie gerufen. Weiter im Text „ Nimm die Ausfahrt ……, in 105 Meilen!“. Hallo? Oh jetzt habe ich Heißhunger, aber ich werde 105 Meilen warten, denn diese eine Ausfahrt hat sich in mein Gehirn eingebrannt und ich will nur noch diesen einen Burger, die 100 anderen Fastfood Läden die bis dorthin kommen, interessieren mich nicht!“.
5.Was ist der perfekte Indikator um in USA Siedlungen in Dorf, Kleinstadt oder Stadt aufzuteilen? Einwohner?, ne ne Fast Food Läden: 1-5 Fast Food Läden = Dorf; 5-30 Fast Food Läden = Kleinstadt…
6. Ich bin auf der Route 66 gefahren :-)



Gut zurück zum Grand Canyon. Gestartet sind wir Mittwoch um 23:00 Uhr, zurück waren wir am Sonntag um 21:00 Uhr dazwischen lagen 2045,3 Meilen. Hört sich lange an, war es auch, Spaß hat es trotzdem gemacht. Aber der Reihe nach. Am Mittwoch los, und flugs nach nur 10 Stunden Fahrt waren wir auch schon in Las Vegas. Dort gemütlich gefrühstückt und schön den Strip entlanggelaufen. Die Stadt Vegas an sich ist viel kleiner als man erwartet, der Strip, die Straße an der alle Casinos zu finden sind, hält jedoch schon am Tag was er verspricht. Griechenland, Frankreich, Italien, Ägypten und Manhattan innerhalb von 1 Meile. Alles wirklich bis ins Detail nachgebaut., selbstverständlich in typisch amerikanischen Ausmaßen und relativ kitschig. Trotzdem beeindruckend und man sollte es sich nicht entgehen lassen, meiner Meinung nach reicht dafür aber wirklich ein Tag und eine Nacht, denn außer Casinos und Shows ist dort wirklich nichts! Gut Las Vegas hinter uns gelassen, auf dem Weg in einem kleinen Örtchen übernachtet und am nächsten Tag am Nordrand des Canyons angekommen. Das Ding ist echt unglaublich, so groß, weit, tief, verwinkelt, farbenreich und das tolle Spiel von Licht und Schatten zwischen dem Haupt- und den Seitencanyons. Echt super! Nach einigen Viewpoints wollten wir noch eine Wanderung am Canyon entlang unternehmen. Leider hat jedoch vor circa einer Woche hier ein Waldbrand gewütet, das Resultat war ein einfach beschissner Wanderweg, überall lag circa 20 cm Asche und teilweise hat auch noch etwas gekokelt. Natürlich nicht so schön zum wandern, außer man ist etwas pyromanisch veranlagt, dann wird der Wald nämlich ein riesen Spielplatz :-).
Dann weiter mit dem Auto zum Südrand, obwohl dieser nur 17 Meilen Luftlinie entfernt ist, muss man einen 170 Meilen Umweg fahren um ihn zu erreichen. Aber die Fahrt hatte es echt in sich: Vollmond, rötliches Gebirge und Sonnenuntergang harmonieren einfach zu gut zusammen. Nebenbei konnte man sich auch noch mit sinnlosen Kletterrein etwas austoben. Nochmals in der Nähe des Südrandes übernachtet und jetzt kommt der Knackpunkt falls man so dumm ist und mir die Planung anvertraut *böser hexenartiger Lacher der durch Mark und Bein geht*. Nächster Morgen 3:30, Wecker klingelt, ab ins Auto 1,5 Stunden fahren, schließlich will man zum Sonnenaufgang bei minus 8 Grad und sehr starken Wind am Canyon sein um danach einen schöne 25 km lange Wanderung mit 1200 Höhenmeter zum Grund des Canyons zu unternehmen. Und genau das kann ich jedem nur empfehlen, dieser Canyon ist schon am Rand sehr beeindruckend, doch seine ganze Pracht und Schönheit entfaltet er erst wenn man ein Stück hineinläuft und somit die waren Ausmaße erahnen kann. Der Trail an sich ist auch traumhaft, in vielen Serpentinen geht es durch immer anders farbigen Sand hinab Richtung Fluß, hinter jeder Ecke erwartet einen ein neuer grandioser Ausblick und man gerät einfach ins staunen wie ein Fluss so etwas Riesiges schaffen kann. Noch so ein paar Erfahrungen am Rande
1.Angst schult die Sinne: 800 Meilen Heimfahrt, 10 mph über Speedlimit spart 2 Stunden Fahrtzeit, trotzdem Angst vor den Cops, die jedoch alle das exakt gleiche Auto haben
-->„Ne brems nicht die Rücklichter sind zu weit auseinander das ist kein Cop“
-->„Ne die Frontlichter sind zu hell für nen Cop“
-->„So ne Silhouette: vergiss es nie ein Cop“
2.Zaunverkäufer müsste man sein: An jedem verdammten Highway, Freeway und sonst irgendwie geteerten Weg gibt es am Rand einen Zaun. Auch wenn es 250 verdammte Meilen durch eine menschenleere, vertrocknete und absolut karge Wüste geht. Der Zaun begleitet einen immer. Sinn?
3.Zuhause ist da, wo man sich wohl fühlt: Egal wie weit man durch irgendeine Wüste, oder sonst was fährt, auch wenn der nächste Supermarkt Minimum 90 Meilen entfernt ist und es weder Vieh, Felder, Wasser noch sonst irgendwas gibt. Eines gibt es immer: einen Idioten der dort in seinem verdreckten Trailer wohnt.
4.Amis sind Marketing Genies: Folgende Werbung auf einem riesen Schild neben dem Highway „Sind sie hungrig, dann ab zu ….. dort gibt es die besten Burger weit und breit“. An sich keine schlechte Idee, man fährt schon lange, man ist hungrig oder hat einfach langweile; da kommt doch so ein Burger wie gerufen. Weiter im Text „ Nimm die Ausfahrt ……, in 105 Meilen!“. Hallo? Oh jetzt habe ich Heißhunger, aber ich werde 105 Meilen warten, denn diese eine Ausfahrt hat sich in mein Gehirn eingebrannt und ich will nur noch diesen einen Burger, die 100 anderen Fastfood Läden die bis dorthin kommen, interessieren mich nicht!“.
5.Was ist der perfekte Indikator um in USA Siedlungen in Dorf, Kleinstadt oder Stadt aufzuteilen? Einwohner?, ne ne Fast Food Läden: 1-5 Fast Food Läden = Dorf; 5-30 Fast Food Läden = Kleinstadt…
6. Ich bin auf der Route 66 gefahren :-)
Montag, 19. November 2007
Segelbote, Bankhotlines und echte Männerbäume
Weekend:
Wieder ist eine Woche ins Land gegangen und ein weiterer Roadtrip sicher überstanden. Letztes Wochenende ging es in den Redwood National Park, ganz im Norden Kaliforniens. In dieser Gegend findet man die größten Exemplare der, so genannten Küsten Sequoias (Redwoods), und somit die höchsten Bäume der Welt. Diese Mammutbäume waren früher an der ganzen Westküste Nordamerikas verbreitet, heute sind leider nur noch 4 % dieser Riesen vorhanden. Kurz einige Infos, zum posen in irgendwelchen Diskussion: Alter bis zu 2200 Jahre, Höhe bis zu 137 m (Höhe Lorenzkirche 81m, Paderborner Dom 93m), Durchmesser bis zu 7,5 Meter und Waldbrände sind nicht gefährlich sondern nötig zur Fortpflanzung. Auf gut Deutsch, echte Männerbäume. Am Samstag haben wir erst einen Wanderung durch die besagten Bäume hinunter zu einem einsamen und sehr rauen Küstenstreifen des Pazifiks gemacht. Anschließend stand noch ein Hike, in das Tal in dem die Waldszene von Rückkehr der Jediritter (wisst schon die Szene mit den Stoffviechern) gedreht wurde, auf dem Programm. Das Wetter hatte sich zu unserem Ausflug passend eingestellt, nebelig und Nieselregen.
Anfangs echt super, da dies eine tolle Atmosphäre im Wald schuf, dann hat Petrus jedoch etwas zu viel Dramatik aufgelegt und einen schönen Dauerregen hervorgezaubert. So wurde es ein sehr nasser Tag, der mit einem Kaminabend im Hostel ausklang. An dieser Stelle kann ich auch etwas Entwarnung geben, scheinbar wird dieser gewisse Bärenhirnlappen in Behausungen mit festen Wänden nicht aktiviert. Bin trotzdem froh, erst kurz vor der Abreise zu erfahren, dass vor einem Monat ein Bär durchs Wohnzimmer spaziert ist. Am nächsten Tag war dann nur heimfahren auf dem Highway 1 angesagt.Eine traumhafte, 350 Meilen lange Fahrt, mit sich abwechselnden gigantischen Redwoods, rauen Küstenabschnitten, kleinen beschaulichen Fischerdörfchen und serpentienenreichen Bergstraßen. Auf dem Weg haben wir noch einige wilde Elche gesehen, leider kann ich euch keine tollen Fotos präsentieren, da ein großes Schild „Danger, wild elks“ genau vor meinen Augen stand und ich es irgendwie nicht missachten wollte. Wären es Bären gewesen wäre ich natürlich ohne zu zögern hinspaziert! 
Wenn Elche einen schlechten Tag haben, sollen sie jedoch sehr streitlustig sein und das Geweih lässt darauf schließen, dass Elche in Diskussionen sehr gute Argumente haben. Später haben wir noch eine andere Elchgruppe (leider nur Elchkühe) aus der Nähe gesehen, und ich muss sagen die Teile sind echt riesig, ein Hirsch ist dagegen süß. Das sind mehr riesen Kühe in fit und durchtrainiert, also Fangen will ich mit denen definitiv nicht spielen. Alles in allem wieder ein super Wochenende, zwar viel im Auto gesessen aber das gehört hier dazu. Außerdem gibt es auf diesen endlosen Strecken massenhaft View Points - ich bin davon überzeugt auf jeden Einwohner kommt ein View Point - und als echter Hardcore Tourist will man natürlich so viele wie möglich anfahren, schließlich könnte man was verpassen! Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir eine neue Sightseeingart entwickelt; Extrem Car Viewpointing. Das geht so: am Viewpoint mit laufendem Motor halten, Fenster runterlassen (natürlich elektrisch), Fotos von der Natur machen mit denen man zuhause prahlen kann, „fahr mal nen Meter zurück da ist ein Busch im Bild“, dann aber bloß zack zack zurück auf den Highway und bloß keine Zeit verlieren wir haben schließlich noch 300 Meilen vor uns.
So nun noch ein paar andere Sachen die loswerden möchte:
Ich habe mich schon mal über die Amischlitten und ihr Fahrwerk ausgelassen; ok inzwischen sind wir alle geübte sponge-drivers, jedoch will ich euch an einem kleinen Beispiel diese ingenieurstechnische Hochleistung nahe bringen. Die Situation: Berg hoch, gerade Strecke, einspurig, keine Überholmöglichkeit, vor uns ein VW Bus T2 (Baujahr so um 1980), wir amerikanische Schleuder mit 3,5 Liter. Logisch, der VW Bus muss weg, da wir natürlich schneller sind, doch dann kamen da so komische Dinger namens Kurven, in denen man so was wie ein Fahrwerk bräuchte. Tja, jetzt mussten wir den VW Bus vorbei lassen, da wir, wohlgemerkt noch immer Bergauf und zwar wirklich BERGAUF, nicht mithalten konnten. Wir haben es echt versucht, doch unser Auto hat uns quietschend und rumwabernd schnell klar gemacht, den Bus seht ihr nie wieder!
Im Winter sind auch noch ein paar Trips in die Berge geplant und das heißt Schnee. Ich zu Avis gedackelt und nach Schneeketten gefragt. Hmm die haben wir jetzt nicht da, müsste ich bestellen/kaufen, könnte man ja für alle Autos nehmen, haben schon viele Leute gefragt, aber ach, hmm, ne zu viel Arbeit, sag einfach bescheid, dann bekommst du nen großen 4*4 Jeep, da brauchst du dann keine Ketten mehr. Das ist Amerika!
Letzte Woche steh ich im Supermarkt, typisch amerikanisch nur die Kreditkarte dabei (man will ja nicht auffallen und bar bezahlen), „not allowed“, noch mal „not allowed“, noch mal, ne ist nicht peinlich oder so, „not allowed“! Zuhause bei der Bank angerufen, „your card is blocked, danke das habe ich auch schon gemerkt. Der Grund: eine verdächtige Abhebung von meinem Konto (fürs Fahrrad), aber was ist daran verdächtig. Man könnte jetzt denken, die Summe. Nene, viel verdächtiger!!! ich habe mit Debit bezahlt (also quasi wie EC direkt vom Konto) und nicht finanziert oder zumindest Kreditkarte, sehr sehr verdächtig, da muss man die Karte schon sperren!
Noch eine Frage, welche mich letzte Woche beim Füttern der Katze (Sam&Sonia waren im Urlaub) bewegt hat. Warum gibt es Trockenfutter in der Form von Fischen, Seeigeln und Booten; die Katzen hier müssen echt was drauf haben!


Wieder ist eine Woche ins Land gegangen und ein weiterer Roadtrip sicher überstanden. Letztes Wochenende ging es in den Redwood National Park, ganz im Norden Kaliforniens. In dieser Gegend findet man die größten Exemplare der, so genannten Küsten Sequoias (Redwoods), und somit die höchsten Bäume der Welt. Diese Mammutbäume waren früher an der ganzen Westküste Nordamerikas verbreitet, heute sind leider nur noch 4 % dieser Riesen vorhanden. Kurz einige Infos, zum posen in irgendwelchen Diskussion: Alter bis zu 2200 Jahre, Höhe bis zu 137 m (Höhe Lorenzkirche 81m, Paderborner Dom 93m), Durchmesser bis zu 7,5 Meter und Waldbrände sind nicht gefährlich sondern nötig zur Fortpflanzung. Auf gut Deutsch, echte Männerbäume. Am Samstag haben wir erst einen Wanderung durch die besagten Bäume hinunter zu einem einsamen und sehr rauen Küstenstreifen des Pazifiks gemacht. Anschließend stand noch ein Hike, in das Tal in dem die Waldszene von Rückkehr der Jediritter (wisst schon die Szene mit den Stoffviechern) gedreht wurde, auf dem Programm. Das Wetter hatte sich zu unserem Ausflug passend eingestellt, nebelig und Nieselregen.
Wenn Elche einen schlechten Tag haben, sollen sie jedoch sehr streitlustig sein und das Geweih lässt darauf schließen, dass Elche in Diskussionen sehr gute Argumente haben. Später haben wir noch eine andere Elchgruppe (leider nur Elchkühe) aus der Nähe gesehen, und ich muss sagen die Teile sind echt riesig, ein Hirsch ist dagegen süß. Das sind mehr riesen Kühe in fit und durchtrainiert, also Fangen will ich mit denen definitiv nicht spielen. Alles in allem wieder ein super Wochenende, zwar viel im Auto gesessen aber das gehört hier dazu. Außerdem gibt es auf diesen endlosen Strecken massenhaft View Points - ich bin davon überzeugt auf jeden Einwohner kommt ein View Point - und als echter Hardcore Tourist will man natürlich so viele wie möglich anfahren, schließlich könnte man was verpassen! Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, haben wir eine neue Sightseeingart entwickelt; Extrem Car Viewpointing. Das geht so: am Viewpoint mit laufendem Motor halten, Fenster runterlassen (natürlich elektrisch), Fotos von der Natur machen mit denen man zuhause prahlen kann, „fahr mal nen Meter zurück da ist ein Busch im Bild“, dann aber bloß zack zack zurück auf den Highway und bloß keine Zeit verlieren wir haben schließlich noch 300 Meilen vor uns.
So nun noch ein paar andere Sachen die loswerden möchte:
Ich habe mich schon mal über die Amischlitten und ihr Fahrwerk ausgelassen; ok inzwischen sind wir alle geübte sponge-drivers, jedoch will ich euch an einem kleinen Beispiel diese ingenieurstechnische Hochleistung nahe bringen. Die Situation: Berg hoch, gerade Strecke, einspurig, keine Überholmöglichkeit, vor uns ein VW Bus T2 (Baujahr so um 1980), wir amerikanische Schleuder mit 3,5 Liter. Logisch, der VW Bus muss weg, da wir natürlich schneller sind, doch dann kamen da so komische Dinger namens Kurven, in denen man so was wie ein Fahrwerk bräuchte. Tja, jetzt mussten wir den VW Bus vorbei lassen, da wir, wohlgemerkt noch immer Bergauf und zwar wirklich BERGAUF, nicht mithalten konnten. Wir haben es echt versucht, doch unser Auto hat uns quietschend und rumwabernd schnell klar gemacht, den Bus seht ihr nie wieder!
Im Winter sind auch noch ein paar Trips in die Berge geplant und das heißt Schnee. Ich zu Avis gedackelt und nach Schneeketten gefragt. Hmm die haben wir jetzt nicht da, müsste ich bestellen/kaufen, könnte man ja für alle Autos nehmen, haben schon viele Leute gefragt, aber ach, hmm, ne zu viel Arbeit, sag einfach bescheid, dann bekommst du nen großen 4*4 Jeep, da brauchst du dann keine Ketten mehr. Das ist Amerika!
Letzte Woche steh ich im Supermarkt, typisch amerikanisch nur die Kreditkarte dabei (man will ja nicht auffallen und bar bezahlen), „not allowed“, noch mal „not allowed“, noch mal, ne ist nicht peinlich oder so, „not allowed“! Zuhause bei der Bank angerufen, „your card is blocked, danke das habe ich auch schon gemerkt. Der Grund: eine verdächtige Abhebung von meinem Konto (fürs Fahrrad), aber was ist daran verdächtig. Man könnte jetzt denken, die Summe. Nene, viel verdächtiger!!! ich habe mit Debit bezahlt (also quasi wie EC direkt vom Konto) und nicht finanziert oder zumindest Kreditkarte, sehr sehr verdächtig, da muss man die Karte schon sperren!
Noch eine Frage, welche mich letzte Woche beim Füttern der Katze (Sam&Sonia waren im Urlaub) bewegt hat. Warum gibt es Trockenfutter in der Form von Fischen, Seeigeln und Booten; die Katzen hier müssen echt was drauf haben!
Montag, 12. November 2007
Paranoia und unglaublich fixe Schlussfolgerungen
Zuerst ein Nachtrag, hab da eine Kleinigkeit vergessen: ich saß gerade an meinem PC, surfe fröhlich im Internet und muss mich wundere wie um alles in der Welt ich es geschafft habe meinen Tisch, durch bloßes tippen auf der Tastatur, so zum wackeln zu bekommen. Mit dieser Aufgabe war mein Hirn scheinbar so beschäftigt, dass es einige Zeit dauerte, bis die Information meiner Nerven, dass auch mein Stuhl wackelte, durchgedrungen war. Also erstmal ganz aufstehen und überprüfen was für Gleichgewichtsstörungen ich plötzlich habe. Hmm irgendwas ist komisch, was ist hier nur anders, warum rennen da draußen Leute auf die Straße und warum klabbert alles. All diese Umweltinformationen und die Tatsache, dass ich praktisch direkt auf den San Andreas Graben sitze, sollten eigentlich ausreichen, um mit einem, normal arbeitendes Hirn, zu der Schlussfolgerung Erdbeben zu kommen. Ich jedoch brauche für diese Schlussfolgerung genau so lange wie die Erde gebebt hat, nämlich 13 Sekunden. Klasse, neben mir könnte wahrscheinlich auch ein Lavastrom entlangblubbern und ich müsste erst Nachrichten schauen um zu verstehen, dass gerade ein Vulkan ausbricht. Insgesamt war es mit 5,6 auf der Richter-Skala, ein mittelschweres Erdbeben, jedoch war das Zentrum circa 20 Meilen von mir weg, daher war es nicht so schlimm und da keiner verletzt wurde kann ich auch sagen; echt cool :-). Wobei ich nicht gerade scharf drauf bin „the big one“, auf welches alle warten, mitzubekommen. Herrlich war auch die Berichterstattung auf einigen TV-Sendern, die Leuten haben sich geradezu mit den heftigsten Augenzeugenberichten im TV gebattelt. Wobei die Sender bei der Auswahl scheinbar auch äußerst akribisch darauf geachtet haben nur neutrale, belegbare, faktenreiche und vor allem wahrheitsgetreue Beiträge zu senden. Man kann sich das in etwa so vorstellen: Ich wohne 100 Meilen entfernt von San Francisco, das Erdbeben hat mich eiskalt erwischt, die Wände haben gewackelt, der Dachstuhl geächzt, meine Katze hat 5 Rückwärtssaltos geschlagen und dabei die Zauberflöte von Mozart miaut, ich habe meine 5 Kinder, meine blinden Vater mit nur einer Hand aus dem, inzwischen brennende Haus gerettet und das obwohl ich im Rollstuhl sitze; trotzdem hab ich 5 Minuten später Zeit, den Sender anzurufen und ihm meine Geschichte mitzuteilen. Schließlich ist es wichtig, dass die Menschen da draußen wissen was im Krisengebiet los ist, ich wollte auch nicht einfach nur ins Fernsehen, nein ich wollte nur den tapferen Helfern, dort draußen in der Erdbebenhölle von San Francisco, meine Dankbarkeit zeigen. Echt lächerlich und ich dachte Bild-Zeitung wäre gut im übertreiben!
Gut zu der letzten Woche und dem Wochenende. Auch bei mir kehrt hier langsam Alltag ein: 9 Stunden arbeiten, schlafen, chaten & telefonieren, essen und Wäsche waschen füllen meine Wochen eigentlich ganz gut aus. Daher vergehen diese recht schnell, und ehe man sich versieht ist man schon wieder Mitten im Wochenend-Roadtrip. Diese Mal sollte es in den, circa 4 Stunden entfernten, Yosemite National Park gehen. Der Park an sich hat eine kreisrunde Form und ist mit einem Durchmesser von cicra 100 Meilen einfach riesig. Das haben die Amis schon drauf, ah hier ist es schön, ok dann machen wir mal ne Fläche von der Größe Frankens zum National Park, fertig! So am Rande; das was im Folgendem als „Wir“ bezeichnet wird, war eine kunterbunte Gruppe von 7
Deutschen, die sich irgendwie durch Studivz, Siemens und CDS kennen lernte und davor wenig bis gar nichts miteinander unternommen hat, trotzdem war es einfach super. Also, wir haben uns im Zentrum des Parks, im Yosemite Valley, niedergelassen. Im Sommer hätte man sich hier vor lauter Leuten gar nicht retten können, doch jetzt in der Off Season, war es ziemlich ruhig. Andere Orte wären eh nur schwer erreichbar gewesen, da die meisten Straßen wegen Schneefall bereits bis nächstes Frühjahr gesperrt sind. Gehaust haben wir in einem recht urigen Stelzenhaus, das nur aus ein paar Holzbalken und einer Zeltplane bestand. Am Samstag war eine Wanderung zu ein paar Wasserfällen angesagt. Die Tatsache, dass der erste Teil des Weges wirklich geteert war, (hallo! geteert, ein Wanderweg, zum kotzen!!!), lässt darauf schließen, dass sich hier im Sommer wirklich Massen von dicken Amerikanern den Weg hochrollen. Daher war ich echt froh, dass off season war, auch wenn dadurch die Wasserfälle etwas kleiner ausfielen (Wassermangel). Am Sonntag machten wir uns noch auf den Weg zu Hetch Hetchy, einem kleinen Stausee am Rande des National Parks, welcher eher wie ein norwegisches Fjord aussieht. Da noch die letzten Regenwolken der Nacht in den Bergen hingen, war der Ausblick fantastisch.
Yosemite, also mitten in der Natur und der erfahrene Leser (an dieser Stelle Danke für alle die sich durch all diese viele Zeilen quälen) weiß inzwischen was das heißt: Essen in Bear-Boxen verstauen. Scheinbar hat sich mein Geist noch nicht so ganz von der Whitney Wanderung erholt, denn erneut wurde der, extra für Übernachtungen in nordamerikanischem Bärengebiete angelegten und von Paranoia geplagter, Hirnteil zum Leben erweckt. Folgender Traum: ich liege in dem Bett in meinem Zelt, spüre irgendwas an meinem Fuß ist, wach auf, schau zu meinen Beinen runter und was ist da, na klar was auch sonst, ein Bär. Ich schnelle also im Bett hoch und will schreien doch irgendwie entweicht meiner Kehle kein Laut; aufrecht im Bett sitzend hat mich die Realität wieder. Super, ich hasse solche Träume, in denen man träumt, dass man träumt (ja das war ein Satz zum Mitdenken). Vorsichtig schau ich mich im Zelt um; Glück gehabt!, da keine Finger auf mich zeigen und niemand an einem Lachkrampf stirbt habe ich scheinbar wenigstens nicht wie ein kleines Kind geschrieen. Neben den, wegen aussterben, geschützten Traumbären gab es auch jede Menge andere Tiere: Eichhörnchen,
Erdmännchen, Adler, (wir steigern uns langsam), Rehe, Hirsche (noch ein bisschen mehr Stoff), einen Wolf und (Schlussspurt) ein Bär. Ha! ich bin nur halb paranoid, es gibt sie hier wirklich. Nachdem ich zwei Tage gejammert habe, dass ich einen Bär sehen will, laufe ich um eine Ecke und da isser. Ich natürlich sofort Kamera raus – habe meinen 12*Zoom noch nie so geliebt – und fröhlich am knipsen. Dann ist der Bär hinter nem Busch verschwunden, also halte ich genau auf die Ecke an der er wieder rauskommen wird und - wow ist der durch den Zoom nahe. Das gleiche hat sich der Bär wohl auch gedacht und fängt an zu rennen, ich fand die Idee gar nicht so schlecht, (weg)rennen ist doch viel cooler als fotografieren :-). Es hat sich rausgestellt, dass der Bär nur zur Seite gerannt ist und nicht auf mich zu, aber da war wohl wieder dieser Bärenhirnlappen bei mir aktiv (den anderen ging es genau so).
Werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden Halten, ob diese Konfrontationstherapie die Paranoia gelindert hat. Noch ein paar Fakten, das Bärchen wäre aufgerichtet circa 3 Meter groß, 150 kg schwer und irgendwie schaffen es diese Viecher auf bis zu 50 km/h. Zusammenfassung zum Wochenende, super Gruppe, viel gelacht, viel Spaß, atemberaubende Natur, also genau mein Ding. Zu guter Letzt noch einige kulturkritische & philosophische Ergüsse, welche unsere Gruppe am Wochenende in geistreichen Konversationen und Debatten zu Tage gefördert hat.
1.Wenn irgendeiner dir in Amiland einen Gefallen tut sag einfach „appreciate!“ er wird darauf antworten „confirmed“, hört sich zwar bescheuert an ist aber so.
2.Wenn die Sonne weg ist, wird’s gleich schattig
3.(Alle weiblichen Leser mögen mir verzeihen, aber es ist ja auch nur Spaß und im Hirn von dummen dummen Jungs entstanden) Eine Beziehung zu einer Frau ist wie ein Feuer, welches man mit Geldscheinen befeuert. Man schürt kräftig ein und bekommt dafür ein bisschen Wärme zurück. Aber Vorsicht, man kann sich leicht die Finger verbrennen und wenn man nicht aufpasst, ist das Feuer für immer erloschen und es bleibt nur Asche zurück.
Und bezüglich letztes Bild: @ Mum: Sorry das musste sein, Vivien hat mich schon geschimpft :-)




Gut zu der letzten Woche und dem Wochenende. Auch bei mir kehrt hier langsam Alltag ein: 9 Stunden arbeiten, schlafen, chaten & telefonieren, essen und Wäsche waschen füllen meine Wochen eigentlich ganz gut aus. Daher vergehen diese recht schnell, und ehe man sich versieht ist man schon wieder Mitten im Wochenend-Roadtrip. Diese Mal sollte es in den, circa 4 Stunden entfernten, Yosemite National Park gehen. Der Park an sich hat eine kreisrunde Form und ist mit einem Durchmesser von cicra 100 Meilen einfach riesig. Das haben die Amis schon drauf, ah hier ist es schön, ok dann machen wir mal ne Fläche von der Größe Frankens zum National Park, fertig! So am Rande; das was im Folgendem als „Wir“ bezeichnet wird, war eine kunterbunte Gruppe von 7
Yosemite, also mitten in der Natur und der erfahrene Leser (an dieser Stelle Danke für alle die sich durch all diese viele Zeilen quälen) weiß inzwischen was das heißt: Essen in Bear-Boxen verstauen. Scheinbar hat sich mein Geist noch nicht so ganz von der Whitney Wanderung erholt, denn erneut wurde der, extra für Übernachtungen in nordamerikanischem Bärengebiete angelegten und von Paranoia geplagter, Hirnteil zum Leben erweckt. Folgender Traum: ich liege in dem Bett in meinem Zelt, spüre irgendwas an meinem Fuß ist, wach auf, schau zu meinen Beinen runter und was ist da, na klar was auch sonst, ein Bär. Ich schnelle also im Bett hoch und will schreien doch irgendwie entweicht meiner Kehle kein Laut; aufrecht im Bett sitzend hat mich die Realität wieder. Super, ich hasse solche Träume, in denen man träumt, dass man träumt (ja das war ein Satz zum Mitdenken). Vorsichtig schau ich mich im Zelt um; Glück gehabt!, da keine Finger auf mich zeigen und niemand an einem Lachkrampf stirbt habe ich scheinbar wenigstens nicht wie ein kleines Kind geschrieen. Neben den, wegen aussterben, geschützten Traumbären gab es auch jede Menge andere Tiere: Eichhörnchen,
1.Wenn irgendeiner dir in Amiland einen Gefallen tut sag einfach „appreciate!“ er wird darauf antworten „confirmed“, hört sich zwar bescheuert an ist aber so.
2.Wenn die Sonne weg ist, wird’s gleich schattig
3.(Alle weiblichen Leser mögen mir verzeihen, aber es ist ja auch nur Spaß und im Hirn von dummen dummen Jungs entstanden) Eine Beziehung zu einer Frau ist wie ein Feuer, welches man mit Geldscheinen befeuert. Man schürt kräftig ein und bekommt dafür ein bisschen Wärme zurück. Aber Vorsicht, man kann sich leicht die Finger verbrennen und wenn man nicht aufpasst, ist das Feuer für immer erloschen und es bleibt nur Asche zurück.
Und bezüglich letztes Bild: @ Mum: Sorry das musste sein, Vivien hat mich schon geschimpft :-)
Freitag, 9. November 2007
Wieso passiert mir sowas nicht?
Muss mich mal kurz aufregen....
Folgende Geschichte. Die Freundin eines anderen Interns hier hat mal ein Praktikum bei Mini gemacht und der Chef fande, dass sie was drauf hat und fördert sie deswegen a bissl. Mini zahlt ihr Testfahrerausbildung, Mini zahlt Flug nach England oder sonst wo hin zu den Teststrecken, Mini zahlt 400 € am Tag für Autotesten und gerade ist sie in der Schweiz um den neuen M6 zu testen, ach genau Nico Rosberg ist auch dabei...
Folgende Geschichte. Die Freundin eines anderen Interns hier hat mal ein Praktikum bei Mini gemacht und der Chef fande, dass sie was drauf hat und fördert sie deswegen a bissl. Mini zahlt ihr Testfahrerausbildung, Mini zahlt Flug nach England oder sonst wo hin zu den Teststrecken, Mini zahlt 400 € am Tag für Autotesten und gerade ist sie in der Schweiz um den neuen M6 zu testen, ach genau Nico Rosberg ist auch dabei...
Dienstag, 6. November 2007
Was die Amis besser können
Natürlich sind die schlechten Seiten Amerikas viel witziger, fairnesshalber will ich auch mal die guten Seiten darstellen. Zu aller erst, die Menschen sind hier viel offener und freundlicher. Es mag sein, dass es teilweise aufgesetzt ist, nichtsdestotrotz reißt sich jeder am Riemen und würde dich nie anmeckern, nur weil er schlecht drauf ist. „Servicewüste Deutschlan“, dieser Ausspruch ist definitiv richtig, wenn man hier für etwas Geld bezahlt, dann wird man auch so behandelt. Außerdem sind alle Hotlines kostenlos, jeder ist stets freundlich und hilfsbereit, egal wie dumm die Fragen sind und ich habe wirklich schon extrem dumme Sachen gefragt. Auch die Stimmung im Büro ist viel lockerer und familiären. Alle Kollegen sind viel offener, herzlicher und kameradschaftlicher. Man hat auch weniger das Gefühl, dass Führungskräfte sich als etwas Besseres sehen, sie sind hier mehr Teil des Teams. Auch wenn es mir im Herz schmerzt, muss ich es sagen, Geschwindigkeitslimits auf der Autobahn sind wirklich sinnvoll, ok sie könnte etwas höher sein, aber die Unfallgefahr und das Aggressionspotential sinkt wirklich drastisch. Amis achten nicht auf die Umwelt, dass ist zwar richtig, aber wenn es um ihre National Parks geht, dann sind sie wirklich hinterher und in den Parks ist auch wirklich alles tiptop und Natur pur, auch hier könnten wir einiges lernen. Außerdem kann man, zumindest von den Amis die ich kennen gelernt habe, auch nicht behaupten, dass sie nur Amerika kennen und sonst keine Ahnung von der Welt haben. Vielleicht liegt dies aber auch an meinem Umfeld und dem Staat in dem ich gerade wohne. So das reicht jetzt auch wieder ist ja ganz schön viel geworden, mehr Bilder findet ihr wie immer im Studivz.
Halloween, Shoppen und Kreditwürdigkeit
Halloween
Halloween ist den USA wirklich ein großes Event, speziell zu diesem Anlass öffnen auch Halloween Super Stores und wenn die Amis etwas super nennen, dann hat das auch einen Grund. Unglaublich, so viele verschiedene Kostüme, Accessoires und Dekorationsgegenstände. Noch größer als die Stores, scheinen nur die Geldbeutel der Amis für dieses Fest zu sein, einfach unfassbar wie viel Geld die in diesen Läden lassen. Es wird fast so viel Geld wie für Weihnachten ausgegeben, denkt daran wie die Häuser an Weihnachten geschmückt werden, dann könnt ihr euch vorstellen wie es hier aussah.
Bei all diesem Halloween-Hype, konnte auch ich alter Faschingsmuffel mich nicht wehren und stürzte mich somit als Master of the Death in das Halloweengetümmel. Unser Ziel; die Castor-Street, in welcher seit vielen vielen Jahren immer eine große Halloween Parade stattfindet. Dort angekommen, gab es aber nur eine Parade, eine Cop-Parade: Polizei-Pickups, Straßenabsperrungen, Polizei-Motorräder und alle 50 Meter 3 Cops. Ich erfuhr dann, dass letzte Jahr 9 Leute erschossen wurden und die Stadt daher beschlossen hat die Parade zu streichenL. Nichtsdestotrotz war das Viertel einen Besuch wert. Es ist allgemein bekannt, dass San Francisco die Schwulenhauptstadt von Amerika ist. Jedoch bekommt man davon nicht viel mit, außer man geht in dieses besagte Viertel, welches sozusagen das homosexuelle Zentrum darstellt. Daher gab es einige ungewöhnliche Schaufenster (lasst doch einfach eurer Phantasie freien Lauf), viele echt merkwürdige Halloweenkostüme und Restaurants, in denen ausschließlich männliche Paare sitzen, (echt ein komisches Bild) zu sehen. Da es keine Parade gab und das Viertel nicht ganz unseren Neigungen entsprach, sind wir etwas gefrustet und total planlos durch SF gefahren in der Hoffnung doch noch eine tolle Party zu finden. Dann an einer Ecke einen netten Club entdeckt, Auto geparkt, ID gezeigt und schon waren wir drin. Äußerst komisch, ich zahle keinen Eintritt, bekomme 2 Willkommensdrinks und es gibt ein kostenloses Buffet, da stimmt doch irgendetwas nicht. ES stellte sich heraus, dass es sich um eine Erstsemesterparty der University of San Francisco handelte und wird dort eigentlich gar rein gedurft hätten. Juhuhu eine College Party gecrasht :-) Insgesamt war die Stimmung absolut genial, und von wegen prüdes Amerika! Hier kann es schon mal passieren, dass plötzlich 30 Leute auf die Bar springen und die Tanzfläche spontan um und auf die Bar verlagert wird. Eines muss man den Amis lassen, sie wissen wirklich wie man Party macht.
Klein aber fein
Soviel zu Halloween, nun mal wieder ein paar Unterschiede zwischen USA und good old Germany.
- Mich faszinieren diese Waschmaschinen. Zu aller erst sehen sie komplett anderes aus und scheinbar sind sie auch nicht wirklich dafür konzipiert Wäsche zu waschen. Denn wenn man sie wirklich voll macht, muss man zweimal waschen damit alles sauber wird, oder man lässt die Waschmaschine einfach nur halb voll laufen.
- Jeder Autokofferraum hat hier auch einen Nothebel, mit welchem man den Kofferraum von Innen im Notfall öffnen kann. Warum? Zuerst könnte man denken, dass es einfach eine Sicherheitsvorkehrung ist, z.B. falls man von Gangstern eingesperrt wird. Vielleicht hat sich auch mal ein Ami eingesperrt, daraufhin die Autohersteller auf 1000000000000000000 $ verklagt und recht bekommen (es steht auch in jedem Seitenspiegel „objects appear farer than they are“). Inzwischen kenne ICH jedoch den wahren Grund. Die amerikanischen Gesetzte besagen: Kein Alkohol in der Öffentlichkeit und kein Alkohol in der Fahrerkabine eines Autos. Was macht man jetzt wenn man vor der Disco zuhause vorglüht und auch auf den Weg noch ein Bierchen trinken will, das ist ja verboten! Die Lösung: Man stellt das Auto vor der Disco ab, klettert in den Kofferraum, macht diesen zu, nun ist man nicht mehr in der Öffentlichkeit und auch nicht in der Fahrerkabine, das heißt man darf trinken, und jetzt noch den - extra dafür angebrachten - Vorglüh-Hebel im Kofferraum betätigen und schon ist man wieder aus dem Auto draußen, hat ein Bier getrunken und gegen kein Gesetz verstoßen. Clever!
- Nächste Herausforderung: Ich wollte mir ein Fahrrad kaufen. Hab schon alles rausgesucht, verglichen, mich für eines entschieden und will nur noch bezahlen. Leider ist es hier so, dass einige Online-Shops keine deutschen Kreditkarten annehmen, ebenso kein deutsches PayPal Konto, dann nimmt man einfach seine amerikanische Kreditkarte. Denkste!, da ich Ausländer bin und noch nicht über eine credithistory verfügen, wird auch diese Karte nicht angenommen. Denn in Amerika ist es so: Leute die 100.000 $ Schulden haben, aber brav monatlich 250 $ für die nächsten 100 Jahre zurückzahlen, sind vertrauenswürdige als absolut schuldenfreie Menschen, denn bei denen weiß man schließlich noch nicht ob die ihr Schulden wieder zurückzahlen ?????? Ich musste mir dann extra von meiner Bank bestätigen lassen, dass ich genügend Geld habe um dieses Fahrrad zu kaufen. Hallo?, Diskriminierung ich will irgendjemanden verklagen und reich werden!
- Noch etwas sehr wichtiges habe ich heute gelernt, hier in den USA darf nicht jeder einen Feuerlöscher benützten, sondern nur speziell ausgebildeten Personen.
- Zu guter Letzt, was machen zwei Corvetts die sich zufällig auf dem Highway treffen? Na klar, kurz nebeneinander fahren, bis 3 zählen, Vollgas geben und mal schön ein kleines Rennen veranstalten. Sollte euch das mal passieren, dann stellt schnell auf Umluft um sonst könnte der Geruch von verbrannten Gummi eure Lungen verpesten.
Last Weekend
Gut dann das letzte Wochenende. Am Freitagabend sind wir zu einem Viewpoint mit Blick auf die Golden Gate + SF gefahren und haben uns dort den Sonnenuntergang und die nächtliche Aussicht angesehen. Das gute daran, man zu diesem Viewpoint circa 5 Minuten zu Fuß gehen. Was heißt das, richtig! Kein Ami weit und breit, da man mit dem Auto nicht hinkommt Am Samstag war ich mit Michael, einem anderen Intern, in einer großen Outlet Mall. Leider kann ich euch nicht mehr genau sagen, was dort passiert ist. Ich weiß nur noch, dass ich ausgestiegen bin und nach 5 Stunden wieder im Auto saß. Die Zeit dazwischen ist leider in einen Schleier der Unwirklichkeit gehüllt. Sicher ist nur, ich kam mit vielen vielen Tüten, einer glühenden Kreditkarte und der Erkenntnis - es ist so günstig, dass nichts kaufen Sünde wäre - zurück. Ab jetzt werde ich mich von diesem Ort fern halten (zumindest bis ich Besuch bekomme)! Es ist dort einfach zu gefährlich und es gibt nur einen Schutz: das Kreditkartenlimit. Zu den Ausmaßen, trotz 5 Stunden Zeit habe ich es noch nicht mal geschafft jeden Shop zu betreten. Am Sonntag hieß es dann Halbmarathon (entspricht 13 Miles) in San Francisco. Zu aller erst zu dem Starterfeld, einige extrem professionelle Läufer (Bestzeit 01:08:20 !!!!), dann 70 % Hobbysportler und der Rest der Leute, wirklich zum Brüllen: Trinkrucksack mit 3-Liter-Blase auf dem Rücken und das obwohl es alle 2 Meilen eine Wasserstelle gibt, andere tragen auch gleich mal zwei 1 Liter Flaschen in der Hand oder bauen sich einen Gürtel aus 10 PowerBar Riegeln, ganz beliebt ist es auch noch den MP3 Player die ganze Zeit in der Hand zu halten, zusätzliche Wechselklamotten mitzunehmen oder einen Fotoapparat mitzuschleppen. Zu den 70 % Hobbysportlern, die sind eigentlich genau wie bei uns, mit zwei kleinen Unterschieden: 1. Ohne Ipod am Oberarm kann man hier scheinbar nicht laufen, 2. beim warm machen vor dem Start braucht man unbedingt einen Starbucks Coffee. Gut jetzt zu dem Lauf, einmal kurz durch Downtown, am Pier entlang, über die Golden Gate und zurück. Außerdem war in der Streckenbeschreibung vermerkt: „three hills“. Ok ich bin in San Francisco, da ist es nun mal hügellich, trotzdem heißt hill noch immer Hügel! Ich hätte nie gedacht, dass 3 Hills = 2 Grünsberge sind (für alle BM051 sagen wir 3 Hills = 1/3 Stimmstamm). Ich sag’s euch, ich bin 1000 Tode gestorben und dann kommt auch noch so ein Hügel direkt vor dem Ziel, schrecklich! Außerdem haben sich die Organisatoren noch einen riesen Spaß erlaubt. Es gab jede Meile so Schilder zu Orientierung wie weit man schon gekommen ist. Kurz zu dem Hintergrund; einige Läufer (vor allem ich) verlieren (speziell gegen Ende des Lauf) das Gefühl für Entfernungen, daher sind diese Schilder sehr wichtig für die Psyche. Ich also bei Meile 11, schlepp mich total fertig mehr schlecht als recht die Strecke entlang, und es kommt kein Schild mit der 12, dann noch dieser Hügel, noch immer keine 12. Ich also am japsen, keuchen, hächeln und warte auf diese Schild mit der 12, und es kommt und kommt nicht, ich hätte heulen können, 1 Meile kann doch nicht so verdammt lange sein! Und was war, die Idioten haben das Schild mit der 12 vergessen, wollen die dass ich verrückt werde! Naja, ich hab’s auf jeden Fall geschafft, hab jetzt einen Poser-T-Shirt auf dem San Francisco Half-Marathon und „I ran the Golden Gate“ steht und mit einer Zeit von 01:49:38 bin ich auch ganz zu frieden. Viel überraschender finde ich jedoch, dass ich mir dieser, nicht wirklich guten Zeit, 214er von circa 4000 wurde! Außerdem hat der Wettkampf noch einen weiteren Vorteil, ich habe neue Wörter gelernt, cramp heißt zum Beispiel Krampf, sore muscles heißt Muskelkater und hobbel heißt humpeln. Schließlich muss man den Kollegen irgendwie klar machen, dass man nicht von einem Auto angefahren wurde sondern nur ein bisschen Sport gemacht hat :-) Nach dem Lauf war ich noch kurz im Golden Gate Park. Echt unglaublich absolutes Dschungelfeeling mitten in San Francisco.
Außerdem bin ich mir jetzt absolut sicher dass meine Vermieter gar keine Amis sind, sie fragten mich nämlich am letzten Freitag was ich eigentlich von Mrs. Merkel halte!

Halloween ist den USA wirklich ein großes Event, speziell zu diesem Anlass öffnen auch Halloween Super Stores und wenn die Amis etwas super nennen, dann hat das auch einen Grund. Unglaublich, so viele verschiedene Kostüme, Accessoires und Dekorationsgegenstände. Noch größer als die Stores, scheinen nur die Geldbeutel der Amis für dieses Fest zu sein, einfach unfassbar wie viel Geld die in diesen Läden lassen. Es wird fast so viel Geld wie für Weihnachten ausgegeben, denkt daran wie die Häuser an Weihnachten geschmückt werden, dann könnt ihr euch vorstellen wie es hier aussah.
Klein aber fein
Soviel zu Halloween, nun mal wieder ein paar Unterschiede zwischen USA und good old Germany.
- Mich faszinieren diese Waschmaschinen. Zu aller erst sehen sie komplett anderes aus und scheinbar sind sie auch nicht wirklich dafür konzipiert Wäsche zu waschen. Denn wenn man sie wirklich voll macht, muss man zweimal waschen damit alles sauber wird, oder man lässt die Waschmaschine einfach nur halb voll laufen.
- Jeder Autokofferraum hat hier auch einen Nothebel, mit welchem man den Kofferraum von Innen im Notfall öffnen kann. Warum? Zuerst könnte man denken, dass es einfach eine Sicherheitsvorkehrung ist, z.B. falls man von Gangstern eingesperrt wird. Vielleicht hat sich auch mal ein Ami eingesperrt, daraufhin die Autohersteller auf 1000000000000000000 $ verklagt und recht bekommen (es steht auch in jedem Seitenspiegel „objects appear farer than they are“). Inzwischen kenne ICH jedoch den wahren Grund. Die amerikanischen Gesetzte besagen: Kein Alkohol in der Öffentlichkeit und kein Alkohol in der Fahrerkabine eines Autos. Was macht man jetzt wenn man vor der Disco zuhause vorglüht und auch auf den Weg noch ein Bierchen trinken will, das ist ja verboten! Die Lösung: Man stellt das Auto vor der Disco ab, klettert in den Kofferraum, macht diesen zu, nun ist man nicht mehr in der Öffentlichkeit und auch nicht in der Fahrerkabine, das heißt man darf trinken, und jetzt noch den - extra dafür angebrachten - Vorglüh-Hebel im Kofferraum betätigen und schon ist man wieder aus dem Auto draußen, hat ein Bier getrunken und gegen kein Gesetz verstoßen. Clever!
- Nächste Herausforderung: Ich wollte mir ein Fahrrad kaufen. Hab schon alles rausgesucht, verglichen, mich für eines entschieden und will nur noch bezahlen. Leider ist es hier so, dass einige Online-Shops keine deutschen Kreditkarten annehmen, ebenso kein deutsches PayPal Konto, dann nimmt man einfach seine amerikanische Kreditkarte. Denkste!, da ich Ausländer bin und noch nicht über eine credithistory verfügen, wird auch diese Karte nicht angenommen. Denn in Amerika ist es so: Leute die 100.000 $ Schulden haben, aber brav monatlich 250 $ für die nächsten 100 Jahre zurückzahlen, sind vertrauenswürdige als absolut schuldenfreie Menschen, denn bei denen weiß man schließlich noch nicht ob die ihr Schulden wieder zurückzahlen ?????? Ich musste mir dann extra von meiner Bank bestätigen lassen, dass ich genügend Geld habe um dieses Fahrrad zu kaufen. Hallo?, Diskriminierung ich will irgendjemanden verklagen und reich werden!
- Noch etwas sehr wichtiges habe ich heute gelernt, hier in den USA darf nicht jeder einen Feuerlöscher benützten, sondern nur speziell ausgebildeten Personen.
- Zu guter Letzt, was machen zwei Corvetts die sich zufällig auf dem Highway treffen? Na klar, kurz nebeneinander fahren, bis 3 zählen, Vollgas geben und mal schön ein kleines Rennen veranstalten. Sollte euch das mal passieren, dann stellt schnell auf Umluft um sonst könnte der Geruch von verbrannten Gummi eure Lungen verpesten.
Last Weekend
Gut dann das letzte Wochenende. Am Freitagabend sind wir zu einem Viewpoint mit Blick auf die Golden Gate + SF gefahren und haben uns dort den Sonnenuntergang und die nächtliche Aussicht angesehen. Das gute daran, man zu diesem Viewpoint circa 5 Minuten zu Fuß gehen. Was heißt das, richtig! Kein Ami weit und breit, da man mit dem Auto nicht hinkommt Am Samstag war ich mit Michael, einem anderen Intern, in einer großen Outlet Mall. Leider kann ich euch nicht mehr genau sagen, was dort passiert ist. Ich weiß nur noch, dass ich ausgestiegen bin und nach 5 Stunden wieder im Auto saß. Die Zeit dazwischen ist leider in einen Schleier der Unwirklichkeit gehüllt. Sicher ist nur, ich kam mit vielen vielen Tüten, einer glühenden Kreditkarte und der Erkenntnis - es ist so günstig, dass nichts kaufen Sünde wäre - zurück. Ab jetzt werde ich mich von diesem Ort fern halten (zumindest bis ich Besuch bekomme)! Es ist dort einfach zu gefährlich und es gibt nur einen Schutz: das Kreditkartenlimit. Zu den Ausmaßen, trotz 5 Stunden Zeit habe ich es noch nicht mal geschafft jeden Shop zu betreten. Am Sonntag hieß es dann Halbmarathon (entspricht 13 Miles) in San Francisco. Zu aller erst zu dem Starterfeld, einige extrem professionelle Läufer (Bestzeit 01:08:20 !!!!), dann 70 % Hobbysportler und der Rest der Leute, wirklich zum Brüllen: Trinkrucksack mit 3-Liter-Blase auf dem Rücken und das obwohl es alle 2 Meilen eine Wasserstelle gibt, andere tragen auch gleich mal zwei 1 Liter Flaschen in der Hand oder bauen sich einen Gürtel aus 10 PowerBar Riegeln, ganz beliebt ist es auch noch den MP3 Player die ganze Zeit in der Hand zu halten, zusätzliche Wechselklamotten mitzunehmen oder einen Fotoapparat mitzuschleppen. Zu den 70 % Hobbysportlern, die sind eigentlich genau wie bei uns, mit zwei kleinen Unterschieden: 1. Ohne Ipod am Oberarm kann man hier scheinbar nicht laufen, 2. beim warm machen vor dem Start braucht man unbedingt einen Starbucks Coffee. Gut jetzt zu dem Lauf, einmal kurz durch Downtown, am Pier entlang, über die Golden Gate und zurück. Außerdem war in der Streckenbeschreibung vermerkt: „three hills“. Ok ich bin in San Francisco, da ist es nun mal hügellich, trotzdem heißt hill noch immer Hügel! Ich hätte nie gedacht, dass 3 Hills = 2 Grünsberge sind (für alle BM051 sagen wir 3 Hills = 1/3 Stimmstamm). Ich sag’s euch, ich bin 1000 Tode gestorben und dann kommt auch noch so ein Hügel direkt vor dem Ziel, schrecklich! Außerdem haben sich die Organisatoren noch einen riesen Spaß erlaubt. Es gab jede Meile so Schilder zu Orientierung wie weit man schon gekommen ist. Kurz zu dem Hintergrund; einige Läufer (vor allem ich) verlieren (speziell gegen Ende des Lauf) das Gefühl für Entfernungen, daher sind diese Schilder sehr wichtig für die Psyche. Ich also bei Meile 11, schlepp mich total fertig mehr schlecht als recht die Strecke entlang, und es kommt kein Schild mit der 12, dann noch dieser Hügel, noch immer keine 12. Ich also am japsen, keuchen, hächeln und warte auf diese Schild mit der 12, und es kommt und kommt nicht, ich hätte heulen können, 1 Meile kann doch nicht so verdammt lange sein! Und was war, die Idioten haben das Schild mit der 12 vergessen, wollen die dass ich verrückt werde! Naja, ich hab’s auf jeden Fall geschafft, hab jetzt einen Poser-T-Shirt auf dem San Francisco Half-Marathon und „I ran the Golden Gate“ steht und mit einer Zeit von 01:49:38 bin ich auch ganz zu frieden. Viel überraschender finde ich jedoch, dass ich mir dieser, nicht wirklich guten Zeit, 214er von circa 4000 wurde! Außerdem hat der Wettkampf noch einen weiteren Vorteil, ich habe neue Wörter gelernt, cramp heißt zum Beispiel Krampf, sore muscles heißt Muskelkater und hobbel heißt humpeln. Schließlich muss man den Kollegen irgendwie klar machen, dass man nicht von einem Auto angefahren wurde sondern nur ein bisschen Sport gemacht hat :-) Nach dem Lauf war ich noch kurz im Golden Gate Park. Echt unglaublich absolutes Dschungelfeeling mitten in San Francisco.
Außerdem bin ich mir jetzt absolut sicher dass meine Vermieter gar keine Amis sind, sie fragten mich nämlich am letzten Freitag was ich eigentlich von Mrs. Merkel halte!
Sonntag, 28. Oktober 2007
Erste Erfahrungen in San Francisco
So, mal wieder ein kleines Update aus dem sonnigen Kalifornien. Zu aller erst zwei wichtige Regeln, welche man hier als Praktikant befolgen sollte. Erstens: „Don’t be gentle it’s a rental“ und zweitens „Frag dich nie was dieser Leihwagen für einen Sprit benötigt, sondern tank einfach das billigste“ :-). Diese Woche hatte ich einen Gesundheitsflash, ich wollte was Frisches und Natürliches essen. Also munter zum Supermarkt, Obstabteilung, hmm was nehme ich denn, oh ja ne fette Wassermelone, wiegen, Zettel draufpappen, zur Kasse schlendern, dabei mal kurz auf den Zettel schauen, 21 $ !!!!, Sandwich für 3 $ gekauft :-). Ach ja, es gibt hier Hamburger in der Dose.
Sonst war ich diese Woche öfters mal in SanFran (Frisco sagen nur die Touris ;-) ) und habe mir die Stadt das erste mal so richtig angeschaut. Vorsicht, jetzt werde ich ins schwärmen geraten; ich kann nur sagen, echt genial. In Downtown findet man typische amerikanische Hochhäuser, doch dahinter diese vielen kleinen Häuser im viktorianischen Baustiel, durch welche die Stadt nicht so protzig und überfüllt wie andere Großstädte wirkt. Stattdessen entwickelt sich eine ganz eigene Atmosphäre, welche eine große Gelassenheit und Gemütlichkeit ausstrahlt. Die Einwohner wirken sehr locker & entspannt, an vielen Ecken gibt es Livemusik, immer eine leichte Briese vom Meer und dazu noch die vielen Hügel über die sich die Stadt erstreckt; mischt man all diese Zutaten zusammen kommt eine wirklich bezaubernde Stadt mir ihrem ganz eigen Flair und Charakter heraus. Und um das alles noch zu verstärken, der für San Francisco so typische Nebel, welcher sich in den frühen Morgenstunden langsam vom Land, über die Hügel hinweg, zum Wasser zurückzieht (klingt jetzt zwar ein bisschen übertrieben, aber wer schon mal hier war wird mir recht geben).

Zurück zu den Hügeln; zu aller erst ist man hier wirklich froh Automatik zu haben, ich bin mir sicher bei Handschaltung hätte die Kupplung sehr gelitten da es so unglaublich steil ist, jedoch war dies leider nicht die einzige Lektion. Gestern war klein Schnubbi alleine in San Francisco unterwegs und hat sein Auto brav an einem der berüchtigten Berge abgestellt. Ich steige also aus und schlendere gerade von meinem Auto weg. Plötzlich höre ich hinter mir „wiuwiuwiuwiuwiuwiu“. Richtig, die Polizei oder besser gesagt das SFPD. Die wollen nichts von dir; das ist nur zufall; „Excuse me sir“; verdammt!; ich drehe mich um und da kommt auch schon ein Polizist - nein besser – ein Cop auf mich zu. Natürlich habe ich Glück, es ist kein donut-fressender-schwabelbauch-simpsons-cop, sondern eher eine stirb-langsam-&-van-diesel-glatzkopfen-cop. Irgendwie musste ich dann an den passenden Scatch vom Michael Mittermeier denken und hatte die Hosen ziemlich gestrichen voll. Zum Glück konnte ich ihn davon überzeugen, dass ich noch nicht wusste, dass man in San Francisco immer wenn man am Hügel parkt seine Reifen voll einschlagen muss (falls Auto zu rollen anfängt bleibt es gleich am Gehsteig hängen). Ebenso darf man ab einer bestimmten Steigung nur noch schräg zum Berg parken. Die Tatsache, dass ich ein dummer Deutscher weit weg von zuhause bin hat mich davor bewahrt eine saftige Strafe (500-1000 $) zu kassieren, stattdessen habe ich nur eine mündliche Belehrung erhalten. Neben den typischen Touristenaktivitäten, war ich Samstagabend noch in einem der 380! verschiedenen Clubs auf einer der 380! verschiedenen Halloween Parties. War ein relativ kleiner, aber sehr cooler Club, hier durfte ich auch lernen wie es wirklich aussieht wenn Leute auf HipHop abgehen und sie auch noch dazu tanzen können, einfach nur der Hammer!

Für alle Jungs (& Claudi) noch ne Info, bin letzte Woche noch kurz nen Mustang gefahren, ganz einfach: 4,0 l + 220 PS + Heckantrieb + rental! = Spaß. An dieser Stelle muss ich noch etwas beichten, ich freue mich jedesmal wenn eines dieser geilen amerikanischen Feuerwehrautos mit Sierene und Blaulicht an mir vorbei fährt, die sind so geil. Jedoch haben die ja nicht ohne Grund einen Einsatz…
Sonst war ich diese Woche öfters mal in SanFran (Frisco sagen nur die Touris ;-) ) und habe mir die Stadt das erste mal so richtig angeschaut. Vorsicht, jetzt werde ich ins schwärmen geraten; ich kann nur sagen, echt genial. In Downtown findet man typische amerikanische Hochhäuser, doch dahinter diese vielen kleinen Häuser im viktorianischen Baustiel, durch welche die Stadt nicht so protzig und überfüllt wie andere Großstädte wirkt. Stattdessen entwickelt sich eine ganz eigene Atmosphäre, welche eine große Gelassenheit und Gemütlichkeit ausstrahlt. Die Einwohner wirken sehr locker & entspannt, an vielen Ecken gibt es Livemusik, immer eine leichte Briese vom Meer und dazu noch die vielen Hügel über die sich die Stadt erstreckt; mischt man all diese Zutaten zusammen kommt eine wirklich bezaubernde Stadt mir ihrem ganz eigen Flair und Charakter heraus. Und um das alles noch zu verstärken, der für San Francisco so typische Nebel, welcher sich in den frühen Morgenstunden langsam vom Land, über die Hügel hinweg, zum Wasser zurückzieht (klingt jetzt zwar ein bisschen übertrieben, aber wer schon mal hier war wird mir recht geben).
Zurück zu den Hügeln; zu aller erst ist man hier wirklich froh Automatik zu haben, ich bin mir sicher bei Handschaltung hätte die Kupplung sehr gelitten da es so unglaublich steil ist, jedoch war dies leider nicht die einzige Lektion. Gestern war klein Schnubbi alleine in San Francisco unterwegs und hat sein Auto brav an einem der berüchtigten Berge abgestellt. Ich steige also aus und schlendere gerade von meinem Auto weg. Plötzlich höre ich hinter mir „wiuwiuwiuwiuwiuwiu“. Richtig, die Polizei oder besser gesagt das SFPD. Die wollen nichts von dir; das ist nur zufall; „Excuse me sir“; verdammt!; ich drehe mich um und da kommt auch schon ein Polizist - nein besser – ein Cop auf mich zu. Natürlich habe ich Glück, es ist kein donut-fressender-schwabelbauch-simpsons-cop, sondern eher eine stirb-langsam-&-van-diesel-glatzkopfen-cop. Irgendwie musste ich dann an den passenden Scatch vom Michael Mittermeier denken und hatte die Hosen ziemlich gestrichen voll. Zum Glück konnte ich ihn davon überzeugen, dass ich noch nicht wusste, dass man in San Francisco immer wenn man am Hügel parkt seine Reifen voll einschlagen muss (falls Auto zu rollen anfängt bleibt es gleich am Gehsteig hängen). Ebenso darf man ab einer bestimmten Steigung nur noch schräg zum Berg parken. Die Tatsache, dass ich ein dummer Deutscher weit weg von zuhause bin hat mich davor bewahrt eine saftige Strafe (500-1000 $) zu kassieren, stattdessen habe ich nur eine mündliche Belehrung erhalten. Neben den typischen Touristenaktivitäten, war ich Samstagabend noch in einem der 380! verschiedenen Clubs auf einer der 380! verschiedenen Halloween Parties. War ein relativ kleiner, aber sehr cooler Club, hier durfte ich auch lernen wie es wirklich aussieht wenn Leute auf HipHop abgehen und sie auch noch dazu tanzen können, einfach nur der Hammer!
Für alle Jungs (& Claudi) noch ne Info, bin letzte Woche noch kurz nen Mustang gefahren, ganz einfach: 4,0 l + 220 PS + Heckantrieb + rental! = Spaß. An dieser Stelle muss ich noch etwas beichten, ich freue mich jedesmal wenn eines dieser geilen amerikanischen Feuerwehrautos mit Sierene und Blaulicht an mir vorbei fährt, die sind so geil. Jedoch haben die ja nicht ohne Grund einen Einsatz…
Montag, 22. Oktober 2007
Mount Whitney Weekend
Zu aller Erst, falls ihr mal in USA in einem Supermarkt geht ,die Kassieren irgendetwas komisches fragt und ihr sie nicht versteht, dann bloß nicht einfach mal ja sagen weil ihr keine Lust habt nachzufragen. Es könnte nämlich sein, dass sie gefragt hat ob die Tomaten organic sind (was so viel heißt wie Bio) und somit 5 Tomaten 7 $ gekostet haben. Insgesamt sind Lebensmittelpreise sehr ambivalent, ein Burger Menü kostet 5 $ aber 1 Liter Milch bekommt man nicht unter 2,5 $, außerdem braucht man für jeden Supermarkt so ne Clubkarte, denn damit kostet alles circa 15 % weniger und natürlich sind alle Preise immer netto angegeben.
OK zum Wochenende, ich bin mit einem anderen Intern, 400 Meilen zur Sierra Nevada gefahren um dort Mount Whitney, den höchsten Berg der USA (abgesehen von Alaska), zu besteigen. Die Fahrt dorthin war schon der Hammer, die Autobahn ging mitten durch den Yosemite National Park und ich hätte an jeder zweiten Ecke anhalten können um ein Bild von der unglaublichen Landschaft zu machen. Auf der Autofahrt habe ich aber vor allem zwei Dinge gelernt. 1. Man kann ein Auto über 120 Meilen mit nur 3 Tasten fahren (Tempomat ein, Tempomat erhöhen, Tempomat verringern) und Ranger in National Parks können deine Geschwindigkeit auch bestimmen, wenn Sie dir nachts im Pike Up, welchen man nicht als Ranger-Fahrzeug erkennt, entgegen kommen. Die fahren einem nämlich nach, wollen die Fahrzeugpapiere sehen und brummen dir ne Strafe von 205 $ auf, da du 21 Meilen zu schnell warst (zum Glück war nicht ich der Fahrer). In der Sierra Nevada angekommen, haben wir uns unsere Bear Box geholt, dass ist eine Box in dem das Essen einschlossen wird und dann circa 50 feet vom Zelt entfernt abstellt wird. Denn so müht sich der Bär nur vergeblich ab die Box aufzubekommen und lässt dich, zumindest wenn du kein Essen im Zelt versteckt hast, in Ruhe. Man darf auch kein Essen im Auto zurück lassen, sonst macht der Bär den Kofferraum auf und holt sich sein Fressen, wobei Bären zum Öffnen einfach mal die ganze Heckklappe vom Auto entfernen. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, starteten wir von Rund 2200 Meter Höhe mit unseren 16 Kilogramm Gepäck zu dem 4418 Meter hohen Mount Whitney. An diesem Tag steigen wir jedoch nur auf 3600 Meter auf, um eine Nacht im Trailcamp zu zelten. Anfang ging der Aufstieg echt super, doch dann ab 3200 Meter machte sich die Höhe bemerkbar, Kopfschmerzen, selbst wenn man stehen bleibt will der Puls nicht so wirklich sinken, in der Nacht nie einen Ruhepuls unter 85 und alles geht so viel schwerer als normal. Nach circa 6 Stunden Aufstieg kamen wir am Trail Camp an und schlugen unser Zelt in einer wunderbaren Felsenkulisse auf. Wobei Trail Camp einfach nur bedeutet, hier ist der Trail, da sind Felsen und dazwischen ein paar Sandflecken, also schlaft hier. Dann die Nacht, - 12 ° C, ok darauf waren wir eingestellt, Windgeschwindigkeiten so um die 50 km/h mit Böhen bis zu 90 km/h, das hat die Sache dann doch etwas ungemütlich gemacht. Trotzdem konnte ich so um 20 Uhr relativ schnell einschlafen, bin leider aber nachts um 23:00 Uhr wieder aufgewacht. Zuerst zu der Situation: Im Schlafsack war es warm, im Zelt selber jedoch hatte es weiter unter 0 ° C, die circa 15 anderen Bergesteiger, welche hier auch noch gecampt haben, waren 200 Meter weg, der Wind hat das Zelt zu den unwirklichsten Geräusche veranlasst ,außerdem konnte das Zelt, je nach Windrichtung der momentan Böhe, sein Volumen innerhalb von 10 ms um 50 % reduzieren, natürlich war es dunkel, Sierra Nevada ist auch noch ein bisschen anders wie Alpen, kein Handynetz, keine Bergwacht, nächstes bewohnter Ort 30 Meilen und 3000 Höhenmeter entfernt. Soviel zu den Fakten, nun zu meinem Gedanken: 23:11 steht auf meinem Handy; was war das?; nur der Wind du Idiot; oder vielleicht doch ein Bär?; welches Geräusch war das jetzt; wind! denk doch mal mit du Weichei; ahh was war da an meinem Kopf; ach nur ne Böhe die das Zelt etwas verformt hat; bewegt sich da was; man das ist nur ne Schnur die vom Wind ein bisschen rumfliegt bist du ein Kind oder was?; was hat der Ranger noch mal gesagt: ist es ein Schwarzbär dann groß machen und schreien damit er wegrennt, ist es ein Grizzly einfach tot stellen; was oh man hoffentlich muss ich nicht aufs Klo alleine gehe ich da nicht raus; jetzt denken wir doch mal rational: da draußen ist nichts verstehst du!; schauen wir mal aufs Handy jetzt ist bestimmt schon viel später, 23:13 Uhr…..(zu meiner Verteidigung meinem Kollegen ging es ähnlich)
Man war ich froh als ich irgendwann eingeschlafen war. 3:30 Uhr, Wecker klingelt also raus aus dem Schlafsack und die inzwischen steif gefrorene Kleidung anziehen, kurz zur Bear Box (die natürlich noch genau so dasteht, wie ich sie gestern Abend abgestellt habe, da natürlich kein Bär in der Nähe war) und frühstücken, dann das Eis im nahe gelegenen See einschlagen um Trinkwasser zu holen, Stirnlampe an, Steigeisen angezogen und auf zu den 99 Swichtbacks Richtung Gipfel. Glücklicherweise hat der Wind irgendwann zwischen meinen Panikattacken und dem Aufstehen nachgelassen und so begonnen wir unseren Aufstieg unter einem grandiosen Sternenhimmel. Der Aufstieg ging an sich relativ gut, da wir uns schon mehr an die Höhe gewöhnt waren und der Schnee noch hart und somit griffig war. Um 7:00 Uhr konnten wir dann auf 4300 Meter einen grandiosen Sonnenaufgang genießen, der Ausblick war einfach gigantisch, leider kann keine Kamera der Welt solche Moment festhalten. Nun wäre es circa noch 2 Meilen am Grad entlang bis zum Gipfel gewesen, jedoch entschieden wir uns das lieber sein zu lassen, da es einige wirklich eisige und extrem enge Passagen gab, die direkt an einem 800 Meter Abhang entlang führen. Wenn man bedenkt, dass andere Helme, Eispickel, Funkgeräte dabei hatten und in Seilschaften gingen und andere schon davor wegen der Höhe aufgegeben haben, hatten wir einfach zu wenig Erfahrung, daher liebe wieder sicher ins Tal zurück, als zu viel zu riskieren Also die 9 Meilen zurück ins Tal wandern, den Sonnenuntergang im National Park bestaunen und dann nichts wie heim und ab ins Bett und schön ausschlafen und zwar ohne Wind und Bären :-) Nichtsdestotrotz war es eine äußerst gelungene Tour mit einem grandiosen Ausblick. Heute habe ich jedoch als Erinnerung vor allem Muskelkater und viele Blasen am Fuß :-)
Hier ein kleines Video vom Gipfel und ein paar Fotos, mehr findet ihr im Studivz
d


OK zum Wochenende, ich bin mit einem anderen Intern, 400 Meilen zur Sierra Nevada gefahren um dort Mount Whitney, den höchsten Berg der USA (abgesehen von Alaska), zu besteigen. Die Fahrt dorthin war schon der Hammer, die Autobahn ging mitten durch den Yosemite National Park und ich hätte an jeder zweiten Ecke anhalten können um ein Bild von der unglaublichen Landschaft zu machen. Auf der Autofahrt habe ich aber vor allem zwei Dinge gelernt. 1. Man kann ein Auto über 120 Meilen mit nur 3 Tasten fahren (Tempomat ein, Tempomat erhöhen, Tempomat verringern) und Ranger in National Parks können deine Geschwindigkeit auch bestimmen, wenn Sie dir nachts im Pike Up, welchen man nicht als Ranger-Fahrzeug erkennt, entgegen kommen. Die fahren einem nämlich nach, wollen die Fahrzeugpapiere sehen und brummen dir ne Strafe von 205 $ auf, da du 21 Meilen zu schnell warst (zum Glück war nicht ich der Fahrer). In der Sierra Nevada angekommen, haben wir uns unsere Bear Box geholt, dass ist eine Box in dem das Essen einschlossen wird und dann circa 50 feet vom Zelt entfernt abstellt wird. Denn so müht sich der Bär nur vergeblich ab die Box aufzubekommen und lässt dich, zumindest wenn du kein Essen im Zelt versteckt hast, in Ruhe. Man darf auch kein Essen im Auto zurück lassen, sonst macht der Bär den Kofferraum auf und holt sich sein Fressen, wobei Bären zum Öffnen einfach mal die ganze Heckklappe vom Auto entfernen. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, starteten wir von Rund 2200 Meter Höhe mit unseren 16 Kilogramm Gepäck zu dem 4418 Meter hohen Mount Whitney. An diesem Tag steigen wir jedoch nur auf 3600 Meter auf, um eine Nacht im Trailcamp zu zelten. Anfang ging der Aufstieg echt super, doch dann ab 3200 Meter machte sich die Höhe bemerkbar, Kopfschmerzen, selbst wenn man stehen bleibt will der Puls nicht so wirklich sinken, in der Nacht nie einen Ruhepuls unter 85 und alles geht so viel schwerer als normal. Nach circa 6 Stunden Aufstieg kamen wir am Trail Camp an und schlugen unser Zelt in einer wunderbaren Felsenkulisse auf. Wobei Trail Camp einfach nur bedeutet, hier ist der Trail, da sind Felsen und dazwischen ein paar Sandflecken, also schlaft hier. Dann die Nacht, - 12 ° C, ok darauf waren wir eingestellt, Windgeschwindigkeiten so um die 50 km/h mit Böhen bis zu 90 km/h, das hat die Sache dann doch etwas ungemütlich gemacht. Trotzdem konnte ich so um 20 Uhr relativ schnell einschlafen, bin leider aber nachts um 23:00 Uhr wieder aufgewacht. Zuerst zu der Situation: Im Schlafsack war es warm, im Zelt selber jedoch hatte es weiter unter 0 ° C, die circa 15 anderen Bergesteiger, welche hier auch noch gecampt haben, waren 200 Meter weg, der Wind hat das Zelt zu den unwirklichsten Geräusche veranlasst ,außerdem konnte das Zelt, je nach Windrichtung der momentan Böhe, sein Volumen innerhalb von 10 ms um 50 % reduzieren, natürlich war es dunkel, Sierra Nevada ist auch noch ein bisschen anders wie Alpen, kein Handynetz, keine Bergwacht, nächstes bewohnter Ort 30 Meilen und 3000 Höhenmeter entfernt. Soviel zu den Fakten, nun zu meinem Gedanken: 23:11 steht auf meinem Handy; was war das?; nur der Wind du Idiot; oder vielleicht doch ein Bär?; welches Geräusch war das jetzt; wind! denk doch mal mit du Weichei; ahh was war da an meinem Kopf; ach nur ne Böhe die das Zelt etwas verformt hat; bewegt sich da was; man das ist nur ne Schnur die vom Wind ein bisschen rumfliegt bist du ein Kind oder was?; was hat der Ranger noch mal gesagt: ist es ein Schwarzbär dann groß machen und schreien damit er wegrennt, ist es ein Grizzly einfach tot stellen; was oh man hoffentlich muss ich nicht aufs Klo alleine gehe ich da nicht raus; jetzt denken wir doch mal rational: da draußen ist nichts verstehst du!; schauen wir mal aufs Handy jetzt ist bestimmt schon viel später, 23:13 Uhr…..(zu meiner Verteidigung meinem Kollegen ging es ähnlich)
Man war ich froh als ich irgendwann eingeschlafen war. 3:30 Uhr, Wecker klingelt also raus aus dem Schlafsack und die inzwischen steif gefrorene Kleidung anziehen, kurz zur Bear Box (die natürlich noch genau so dasteht, wie ich sie gestern Abend abgestellt habe, da natürlich kein Bär in der Nähe war) und frühstücken, dann das Eis im nahe gelegenen See einschlagen um Trinkwasser zu holen, Stirnlampe an, Steigeisen angezogen und auf zu den 99 Swichtbacks Richtung Gipfel. Glücklicherweise hat der Wind irgendwann zwischen meinen Panikattacken und dem Aufstehen nachgelassen und so begonnen wir unseren Aufstieg unter einem grandiosen Sternenhimmel. Der Aufstieg ging an sich relativ gut, da wir uns schon mehr an die Höhe gewöhnt waren und der Schnee noch hart und somit griffig war. Um 7:00 Uhr konnten wir dann auf 4300 Meter einen grandiosen Sonnenaufgang genießen, der Ausblick war einfach gigantisch, leider kann keine Kamera der Welt solche Moment festhalten. Nun wäre es circa noch 2 Meilen am Grad entlang bis zum Gipfel gewesen, jedoch entschieden wir uns das lieber sein zu lassen, da es einige wirklich eisige und extrem enge Passagen gab, die direkt an einem 800 Meter Abhang entlang führen. Wenn man bedenkt, dass andere Helme, Eispickel, Funkgeräte dabei hatten und in Seilschaften gingen und andere schon davor wegen der Höhe aufgegeben haben, hatten wir einfach zu wenig Erfahrung, daher liebe wieder sicher ins Tal zurück, als zu viel zu riskieren Also die 9 Meilen zurück ins Tal wandern, den Sonnenuntergang im National Park bestaunen und dann nichts wie heim und ab ins Bett und schön ausschlafen und zwar ohne Wind und Bären :-) Nichtsdestotrotz war es eine äußerst gelungene Tour mit einem grandiosen Ausblick. Heute habe ich jedoch als Erinnerung vor allem Muskelkater und viele Blasen am Fuß :-)
Hier ein kleines Video vom Gipfel und ein paar Fotos, mehr findet ihr im Studivz
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Donnerstag, 18. Oktober 2007
Internet-Odyssee
Folgendes Problem: Meine Host-Family hat zwar Internet aber nur über Kabel und daher hatte ich bisher nichts in meinem Zimmer, daher musste jetzt W-Lan her. Also einfach einen Acces Point gekauft hinter das Modem gehängt und fertig. Guter Dinge ging ich frisch ans Werk, meine Vermieter sind 4 Stunden weg da werde ich es schon hinbekommen kann ja nicht so viele anderes als in Deutschland sein; erstmal das Telefonkabel raus und zack ist es schon draußen, was steht denn da drauf „remove never, connection will be broken“, Upps, naja das Kabel da hin, das hier hin, mal testen, geht nicht, dann halt das Kabel ….. noch 2 Stunden bis sie wiederkommen … welches Kabel war da noch mal drin, ach ja das, oder war es das …1,5 Stunden bis Vermieter wieder kommen … naja versuch ich es morgen noch mal, lieber alles wieder so machen wie es zuvor war, das hier, jenes Kabel dort, gut alles steckt wieder, mal testen, TV geht nicht mehr, Internet nicht mehr, Telefon nicht mehr, ohoho, erste Schweißausbrüche, ok beruhig dich und überlege, ah ja das war so und das so …noch 30 Minuten bis zur Deadline ….. da fehlt doch ein Kabel, oh nein, das habe ich hinter den Schrank gezogen, streck, Hand hinter Schrank zwängen, Lineal, Brotmesser, Kleiderbügel, ne das wird wohl nichts … noch 20 Minuten….. Angstschweiß, ok ich muss den Schrank ausräumen und ihn durchs Zimmer schieben, Kabel wieder drin, alles geht wieder, nur der Schrank steht mitten im Raum und der Inhalt liegt noch draußen …5 Minuten bis zur Ankunft … schnell, schneller, noch schneller, fertig, klasse nur 4 Stunden gearbeitet und alles wie davor …. Und schon geht die Tür auf und die Vermieter sind da, „hey Markus is the internet working now?“, „No I had some little problems“….
Jetzt geht es auf jeden Fall, kurze Zusammenfassung für die technisch interessierten: Kein DSL sondern über TV-Kabel, IP werden von der Firma vergeben und die lassen auch immer nur eine Mac-Adresse pro Anschluss zu. Also muss man die Firma anrufen, dass die das umstellt, denn selber das Modem einstellen kann man nicht, das macht die Firma über das Kabel.
Jetzt geht es auf jeden Fall, kurze Zusammenfassung für die technisch interessierten: Kein DSL sondern über TV-Kabel, IP werden von der Firma vergeben und die lassen auch immer nur eine Mac-Adresse pro Anschluss zu. Also muss man die Firma anrufen, dass die das umstellt, denn selber das Modem einstellen kann man nicht, das macht die Firma über das Kabel.
Dienstag, 16. Oktober 2007
Das erste Wochenende und 2 Dummheiten
Bin gerade mal eine Woche hier und habe es schon geschafft mich für den San Francisco Halbmarathon und für die Besteigung des Mount Whitney anzumelden, schauen wir mal was ich von dem Zeug alles so schaffen werde. Mal sehen.
Am Freitagabend waren wir bei einem Intern der hier schon seit 8 Monaten ist, zuhause und haben den ganzen Abend im Backyard in seinem Jacossi gesessen. Daher ein eher entspannter und ruhiger Ausklang meiner ersten Arbeitswoche. Am Samstag waren wir dann abends in Berkley, einer reinen Studentenstadt ganz in der Nähe von Concord unterwegs, und haben dort ein bisschen das Nachtleben und die Bars erkundet. Waren auch in einer Kneipe die ihre eigene Brauerei dabei hat und auch so ein Bier verkauft, dass sie aus irgendeinem mir nicht nachvollziehbaren Grund Weizen nennen. Am nächsten morgen ging es dann zum Body Boarden nach Santa Cruz und zwar im Cabrio auf dem legendären Highway 1, welcher uns 1,5 Stunden lang direkt an der Pazifikküste entlang geführt hat, echt traumhafte Straße. Dann in Santa Cruz angekommen, waren wir ein bisschen Bodyboarden, was jedoch nur mit Wet Suite möglich war, da auf Grund einer kalten Meeresströmung das Wasser nie mehr als 14 Grad hat. Spaß gemacht hat es trotzdem. Auf dem Rückweg noch kurzer Stopp in der Great Mall um ein bisschen in den Outlets zu shoppen und dann auch schon ab ins Bett, denn am Montag heißt es ja wieder arbeiten
Am Freitagabend waren wir bei einem Intern der hier schon seit 8 Monaten ist, zuhause und haben den ganzen Abend im Backyard in seinem Jacossi gesessen. Daher ein eher entspannter und ruhiger Ausklang meiner ersten Arbeitswoche. Am Samstag waren wir dann abends in Berkley, einer reinen Studentenstadt ganz in der Nähe von Concord unterwegs, und haben dort ein bisschen das Nachtleben und die Bars erkundet. Waren auch in einer Kneipe die ihre eigene Brauerei dabei hat und auch so ein Bier verkauft, dass sie aus irgendeinem mir nicht nachvollziehbaren Grund Weizen nennen. Am nächsten morgen ging es dann zum Body Boarden nach Santa Cruz und zwar im Cabrio auf dem legendären Highway 1, welcher uns 1,5 Stunden lang direkt an der Pazifikküste entlang geführt hat, echt traumhafte Straße. Dann in Santa Cruz angekommen, waren wir ein bisschen Bodyboarden, was jedoch nur mit Wet Suite möglich war, da auf Grund einer kalten Meeresströmung das Wasser nie mehr als 14 Grad hat. Spaß gemacht hat es trotzdem. Auf dem Rückweg noch kurzer Stopp in der Great Mall um ein bisschen in den Outlets zu shoppen und dann auch schon ab ins Bett, denn am Montag heißt es ja wieder arbeiten
Die Aufgabe
Wie gesagt Logistik, das bedeutete Kundenauftrag kaufmännisch und technisch klären, Produktion veranlassen, Versand und Installation organisieren und am Ende abrechnen. Das Problem, die gesamte Produktion wurde letztem Jahr von Kalifornien in die schöne Oberpfalz verlegt und daher geht alles drunter und drüber. Die Lösung: ich J Ich soll mir anschauen wie sie arbeiten, dann dazu das gesamte Prozesshaus mit Prozessen und Arbeitsanweisungen erstellen und danach optimieren. Wie ich das mach: völlig mein Problem. Daher ganz gut da ich wirklich viel Freiheit habe und wenigstens etwas machen darf, was auch echt Sinn hat.
Büro & Co
Ich sitz hier in der Logistik von Siemens MED OCS (Strahlentherapie für Krebs) und teile mir mein Büro mit 7 amerikanischen Damen. Meine Chefin ist Deutsche und leitet den Haufen. Das heißt 8 Frauen und ich, sind aber alle wirklich nett und ihr könnt euch wohl lebhaft vorstellen was in dem Laden so los ist. Ansonsten ist das Büro typisch USA, das bedeutet lauter kleine Kubuse welche mit wunderschönem kackbraunen Stoff bezogen sind und sich dicht an dicht aneinanderdrängen. Unbeschreiblich hässlich, und in solch einem Büro lernt man auch wirklich erstmal den Sinn der deutschen Arbeitsschutzlinie „Jeder Schreibtisch muss einen Blick auf ein Fenster in die Natur, oder sagen wir eher in die Freiheit, haben“ zu schätzen. Das coolste ist aber das einige Mitarbeiter einen Art Rückspiegel an ihrem Monitor haben damit sie auch ja sehen wenn jemand ihren heiligen Kubus betritt.
Sonst gibt es eine typisch amerikanische Kantine mit lauter ungesundem Essen und einer richtigen dunkelhäutigen fat mama am Grill :-) Es sind während meiner Zeit auch noch 5-7 andere Interns da, daher wird es mir wohl auch nicht langweilig werden.
Sonst gibt es eine typisch amerikanische Kantine mit lauter ungesundem Essen und einer richtigen dunkelhäutigen fat mama am Grill :-) Es sind während meiner Zeit auch noch 5-7 andere Interns da, daher wird es mir wohl auch nicht langweilig werden.
Das Bild stammt von ner Weltkarte im Büro, können die Amis wohl nicht verlieren :-)
Typisch amerikanisch
Auch in San Francisco kann es im Winter relativ kalt werden, aber warum sollte man ein Haus auch besser isolieren als einen Schuhkarton, man kann doch einfach heizen wie ein Blöder. Und was ist schon Porzellan und Glas, man kann in der Kantine doch auch einfach Wegwerfgeschirr verwenden. Mediterranes Klima, im Sommer 6 Monaten kein Regen, kein Problem man kann doch Hektoliterweise die Wiesen bewässern. Und ich finde es auch gut dass die Autos hier ein bisschen größer sind, es ist einfach ein schönes Bild wenn ein Audi Q 7 oder ein 7er BMW nicht auffallen weil sie so klein sind. Und wirklich warum sollte man einen Pick up nicht mit einem 8,5 Liter Motor ausstatten und auf der Hinterachse doppelte Reifen haben (ihr wisst schon so zwei nebeneinander wie bei einem Bus) dann kann man auch sagen ich habe insgesamt hinten 530*80 R22 drauf, natürlich mit Chromfelge. Und wenn man schon ein Sandwich macht warum denn nicht mit 3 Lagen Schinken, 3 Lagen Salami und 3 Lagen Käse. In Amerika sind die Möglichkeiten auch so unbegrenzt, dass man auf den Steuerformularen angeben muss zu welcher Rasse man gehört und bei jeder Hauskaufseite auch gleich die Hood J in ihrer ethnischen Herkunft aufgegliedert wird. Und warum sollte man auch Schilder aufstellen die einem orientierungslosen Deutschen helfen den Weg zu finden, es reicht doch wenn man anschreibt North, South, West and East. Und es ist auch wirklich nicht verwirrend wenn es in einer einzigen Stadt Tadon Boulevard, Tadon Drive, Tadon Circus, Tadon Street, Tadon Road gibt.
Umgebung
Einfach zu krass. Ich wohne in einer Vorstand von San Francisco namens Concord, sagen wir mal Concord hat circa ¾ der Einwohner von Paderborn, das stört jedoch die Amis nicht wirklich schöne 3-5 spurige Straßen durch den Ort zu ziehen und selbst die kleinen Straßen die zu den Häusern führen, ich würde mal sagen bei uns wären das Spielstraßen, haben die Breite einer ausgewachsenen deutschen Bundesstraße. Ich schildere euch mal meinen Arbeitsweg (7 miles). 3 spurige Stadtstraße, 5 spurige Stadtstraße, 7 spuriger Highway, Wechsel auf 5 spurigen Highway und nochmals Wechsel auf einen 4 spurigen Highway.
Ok ich wusste schon davor, dass das Auto in den USA sehr wichtig ist, aber ich hab mal von Anfang der Woche bis zum Freitag gezählt wie viel Fußgänger ich auf dem Weg zur Arbeit und zurück sehe, na ratet mal…… sieben!!!!!, ist das nicht mal krass! Sonst sind aber viele Berge außenrum welche sogar in Joggdistanz liegen und daher von mir schon kräftig erkundet werden.
Ok ich wusste schon davor, dass das Auto in den USA sehr wichtig ist, aber ich hab mal von Anfang der Woche bis zum Freitag gezählt wie viel Fußgänger ich auf dem Weg zur Arbeit und zurück sehe, na ratet mal…… sieben!!!!!, ist das nicht mal krass! Sonst sind aber viele Berge außenrum welche sogar in Joggdistanz liegen und daher von mir schon kräftig erkundet werden.
Haus und Auto
Meine Wohnsituation ist wie folgt, ich lebe mit Sam & Sonia, ein älteres Ehepaar, zusammen in ihrem Haus. Hab hier mein eigenes Zimmer und mein eigenes Bad und darf sonst auch alles mitbenutzen was ich will. Hört sich jetzt am Anfang sehr strange an, ne WG mit Rentnern, ist aber an sich gar nicht so schlimm. Erstens sind sie absolut nett zu mir (ich werde bekocht J) und sie kümmern sich sonst auch ganz lieb um mich, außerdem sind sie mal den ganzen November in Palm Springs in ihrem zweiten Haus und dann heißt es Schnubbi allein zuhause. Was vielleicht auch bemerkenswert für Amis ist; es gibt jeden Tag Salat und Obst, die zwei waren schon 10 mal in Europa, in China und Japan und in ihrem Bücherregal findet man Plato und Aristoteles. Das Haus gehört auch noch zu so ner Community deren Pool man benützen darf, daher alles ganz nett. Eine andere Art von wohnen wäre hier auch nicht möglich, da es keine möblierten Appartements gibt die man anmieten kann, daher ist das alles vollkommen ok. Siemens hat mir hier auch ein Auto zur Verfügung gestellt, natürlich typisch amerikanisch 3,3 Liter, 270 PS, Automatik, 10 Liter schon verbraucht wenn man nur den Zündschlüssel umdreht und die Tatsache dass es ein Leihwagen ist fördert wohl eher den Verschleiß der Reifen :-)
Flug
So nachdem ich mich bis jetzt zurückgehalten habe mit Geschichten und Erzählungen geht es jetzt richtig los. Jch werde es ein bisschen in Kapitelchen einteilen damit es nicht so lange wird
Montag 6:30 Abflug von Nürnberg über Paris nach San Francisco, über den Abschied von Vivien werde ich jetzt nicht viele Worte verlieren, wer mich kennt weiß was da los war ;-). Zu aller erst mit einer 50-Mann Maschine nach Paris, in der man nicht mal Handgepäck mit rein nehmen kann, weil sie zu klein ist. Zum Flug selber, nach dem Schokocroissant eingeschlafen und mit der Landung in Paris wieder aufgewacht, daher ganz gut, besonders weil alle anderen Passagiere gemeint haben, dass es unheimlich turbulent war und sie schon lange nicht mehr so einen schlimmen Flug hatten, naja ich hab geschlafen. Der Charles de Gaule Flughafen ist wirklich riesig und unheimlich stylisch eingerichtet, ich hab es mir auf so coolen Lümmelsesseln
bequem gemacht und ganz brav meine Maschine kurz fotografiert, da springt plötzlich vor mir so ein kleiner Japaner auf und regt sich tierisch auf „don’t point this camera on me, don’t point“ nachdem er das circa 20 mal gequasselt hatte und dabei wie ein HB-Männchen rum gesprungen ist, hab ich ihm mal gezeigt was ich wirklich fotografiert habe, darauf hin durfte ich mir 20 mal „I am so sorry“ anhören ich hoffe er rammt sich jetzt nicht ein Schwert in den Bauch um seine Ehre zu retten. Dann weiter von Paris nach San Francisco für 10 Stunden in einer Air France Maschine, dazu kann ich nur sagen: Kein eigener Fernseher im Sitz, nur ein Film und eher mittelmäßiges Essen, ich beneide alle Emirates und Singapur Flieger. Aber was soll’s nun bin ich ja am Ziel in San Francisco….
Montag 6:30 Abflug von Nürnberg über Paris nach San Francisco, über den Abschied von Vivien werde ich jetzt nicht viele Worte verlieren, wer mich kennt weiß was da los war ;-). Zu aller erst mit einer 50-Mann Maschine nach Paris, in der man nicht mal Handgepäck mit rein nehmen kann, weil sie zu klein ist. Zum Flug selber, nach dem Schokocroissant eingeschlafen und mit der Landung in Paris wieder aufgewacht, daher ganz gut, besonders weil alle anderen Passagiere gemeint haben, dass es unheimlich turbulent war und sie schon lange nicht mehr so einen schlimmen Flug hatten, naja ich hab geschlafen. Der Charles de Gaule Flughafen ist wirklich riesig und unheimlich stylisch eingerichtet, ich hab es mir auf so coolen Lümmelsesseln
bequem gemacht und ganz brav meine Maschine kurz fotografiert, da springt plötzlich vor mir so ein kleiner Japaner auf und regt sich tierisch auf „don’t point this camera on me, don’t point“ nachdem er das circa 20 mal gequasselt hatte und dabei wie ein HB-Männchen rum gesprungen ist, hab ich ihm mal gezeigt was ich wirklich fotografiert habe, darauf hin durfte ich mir 20 mal „I am so sorry“ anhören ich hoffe er rammt sich jetzt nicht ein Schwert in den Bauch um seine Ehre zu retten. Dann weiter von Paris nach San Francisco für 10 Stunden in einer Air France Maschine, dazu kann ich nur sagen: Kein eigener Fernseher im Sitz, nur ein Film und eher mittelmäßiges Essen, ich beneide alle Emirates und Singapur Flieger. Aber was soll’s nun bin ich ja am Ziel in San Francisco….
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