Donnerstag, 31. Januar 2008

Das überlebt ihr nie!!!!

Nur eine kurze Info was bei mir an den letzten zwei Wochenenden so los war. Das Wochenende nachdem mich mein Besuch verlassen hatte, fiel etwas ruhiger aus. Wir sind nur ins „Napa Valley“ gefahren, waren etwas wandern und haben einige Weingüter besucht, um die Qualität der kalifornischen Weine zu überprüfen. Napa Valley ist das größte Weinanbaugebiet der USA und praktische jeder Wein der aus Kalifornien kommt hat seine Wurzeln (man beachte dieses Wortspiel) in den Hängen des Napa Valleyes. Das tolle an diesem Landstrich ist, dass die Landschaft unheimlich schön und vor allem recht unamerikanisch ist. Das bedeutet viele kleine Örtchen, ohne die Standard-Fastfood-Ketten, in einer malerischen Hügellandschaft aus Weinreben und Wälder. Ein super entspannendes Wochenende.


Letztes Wochenende ging es dann mit insgesamt 12 Leuten Richtung Lake Tahoe los. Dies ist ein riesiger Gebirgssee auf circa 2000 Meter, an dem viele Skigebiete liegen. Da die Wettervorhersagen ein etwas schneereiches Wochenende ankündigten, durften wir uns in der Arbeit erstmal vieles anhören „das schafft ihr nie“, „ihr braucht bestimmt 14 Stunden bis dahin“, „nehmt Klopapier und Decken mit und vor allem Essen“, „nicht an diesem Wochenende, das ist viel zu gefährlich, ihr könntet sterben“, „es ist unmöglich an diesem Freitag dort hochzufahren“ ….. naja nach 4 Stunden kamen wir problemlos über vollkommen schneefreie Straßen an unserer Holzhütte an. Und die war klasse!, so ein richtig uriges Häuschen mit Kamin, Wohnzimmer mit Galerie, Bärenfell an der Wand, Kicker, Billiard-Tisch, Sauna und Jacuzzi im verschneiten Garten. Am Samstag wurde dann erstmal bei Sonnenschein Ski gefahren (man erinnert sich an die Aussagen der Amis bzgl Wetter). Ein paar von uns haben einen Snowboardkurs gemacht, die anderen haben einfach die perfekten Schneebedingungen ausgenützt. Danach wurde in der Schneelandschaft ein echt amerikanisches Barbecue zelebriert (dicke fette Burger), um den Abend anschließend mit einer gemütlichen Wein-Bier-Kamin-Kombination ausklingeln zu lassen. Nach gefühlten zwei Stunden Schlaf wurden wir zärtlichst von Lawinensprengungen geweckt, denn über Nacht hat der Blizzard mit voller Kraft zugeschlagen und uns 40 Zentimeter Neuschnee besorgt. Also gleich mal raus und Schneeketten angelegt, da Avis scheinbar nicht wirklich viel von Winterreifen hält. Der Rest war dann ganz einfach: Rental car, don’t gentle + Schneeketten + viele breite und leere Straßen mit 40 cm Neuschnee = sehr sehr viel Spaß im Auto. Nach einigen Ausfahrten mussten wir jedoch wieder vernünftig werden, da amerikanischen Schneeketten scheinbar nicht für solche (Quer)Belastungen ausgelegt sind und daher beschlossen haben zu reißen. Nach guter Mac Gyver Manier wurden die Ketten mit Blumendraht geflickt und zur Hauptaktivität des Tages aufgebrochen. Wer mich kennt könnte jetzt denken: na klar der geht Tiefschnee fahren. Aber es kam besser: auf dem Programm stand heute eine Backcountry Snowmobile Tour. Zuerst sind wir mit einem Kleinbus mitten ins Nichts gefahren, um dort unsere zwei Guides für die Tour zu treffen und unsere Snowmobile zu besteigen. An dieser Stelle sollten wir uns noch mal die Wetterbedingungen in Erinnerung rufen: Richtig, „40 cm Neuschnee über Nacht, weitere Schneefall unterm Tag, dazu teilweise noch Schneeverwehung“. Man erkennt sofort, absolut der richtige Tag um eine Expedition ins Winterwunderland zu unternehmen. Und es waren wirklich die perfekten Bedingungen für unser kleines Abenteuer: Unsere Guides hinterher, heizten wir mit über 70 Sachen durch den unberührten Tiefschnee hinein in tiefe verschneite Wälder oder über endlose Wiesen hinweg. Man raste über Bodenwellen hinweg oder verlor den - nur 5 Meter entfernten - Vordermann auf Grund einer wirbelnden Schneeböe, welche sämtliches Orientierungsgefühl ausradiert, aus den Augen. Hin und wieder kam man auch vom rechten Weg ab und verschwand samt Snowmobile im metertiefen Pulverschnee. Doch gemeinsam wurde der Höllenofen wieder ausgebuddelt und es ging sofort weiter. Ein riesiger Spaß; und das Beste: das war nicht so eine Fahrt bei der man sich dachte „Oh man Guides, fahrt doch mal schneller, so ist das langweilig!“ nein es war eher „ok wenn der da vorne so schnell fährt und es überlebt dann kann ich das auch,…. Hoffentlich?“. Genial! Danach ging es mit dem neusten Blumendraht-Schneeketten-Modell von Schnubbis-Allzweckbedarf im Schneckentempo nach Hause um die vielen verlorenen Stunden Schlaf aufzuholen. Ihr seht ein Wochenende genau nach meinem Geschmack.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

neid - aber warum steht bei deinem foto so ein lustiges datum? "2006"?

Markus hat gesagt…

war nicht meine Kamera, ich denk mal der hatte ein bißchen Probleme mit den Einstellungen

Ok die Wahrheit, hab das alles gar nicht gemacht, habe alte Fotos genommen und mit Photoshop etwas nachgeholfen, dabei hab ich irgendwie das Datum überstehen. Verdammt!

Anonym hat gesagt…

Ich glaub die Jungs hier werden vor Neid erblassen, wenn sie das hier lesen ;)